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Vom mystischen Schweigen zum Reden aus Gewissheit

Wittgensteins Sprachparadigmen theologisch gedeutet – mit einer Anwendung auf Tillichs Symboltheorie

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Karsten Schneider

Diese Untersuchung beschäftigt sich mit den Bedingungen der Möglichkeit sinnvoller religiöser Rede auf dem Hintergrund der Überlegungen Wittgensteins. Scheinen zunächst – dem eindimensionalen Sprachparadigma seiner Frühphilosophie entsprechend – keine solchen Bedingungen benennbar, so ergeben sich durch das mehrdimensionale Sprachparadigma der Spätphilosophie ganz neue Möglichkeiten. Jetzt sind nicht nur die Bedingungen der Möglichkeit sinnvollen religiösen Redens auf neue Weise wieder gegeben, sondern auch konkrete Aussagen über die Art und Weise theologischen Redens mit gesetzt. Demnach verbieten sich bestimmte, vor allem vermittlungstheologische Denkweisen, weil sie auf Vorstellungen beruhen, die nach Wittgenstein nicht mehr haltbar sind. Als eine Aufgabe von Theologie wird nun die Darstellung der Selbstvergewisserung der eigenen so genannten grammatischen Sätze deutlich. Aus dieser Perspektive heraus wird skizziert, wie die Symboltheorie Paul Tillichs weiter entwickelt werden müsste, um die fundamentaltheologischen Implikationen der Philosophie Wittgensteins aufzunehmen.

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Inhaltsverzeichnis

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0. Einleitung - oder: Zur Betrachtung fundamentaltheo- logischer Probleme mit Ideen Ludwig Wittgensteins 13 1. Darstellung der Philosophie Wittgensteins 28 1.1. „Tractatus logico-philosophicus“ – oder: Das Schweigen über das, was „sich zeigen“ muss 28 1.1.1. Ontologie 31 Mit dem Schaubild ‚Zur Vision des Tractatus‘ 32 1.1.2. Abbildtheorie 37 1.1.3. Erkenntnistheorie 43 1.1.4. Theorie der „Namen“ und ihre Implikationen 45 1.1.5. „Sprache“ und „Satz“ 50 1.1.6. Logik, Ethik/Ästhetik, Mystik und offenes Ende 63 1.1.7. Eine theologische Beurteilung 74 1.2. Zu den Weichenstellungen der `mittleren Phase´ – oder: Vom mystischen Schweigen zur „Grammatik“ der religiösen Sprache 88 1.2.1. „Bemerkungen über logische Form“ – oder: Zweifel am bisherigen Sprachparadigma 89 1.2.2. „Vortrag über Ethik“ – oder: Anregung zur `Fideismusdebatte´ 93 1.2.3. „Ursache und Wirkung“ – oder: Kausaldenken und Religionswissenschaft 97 1.3. „Philosophische Untersuchungen“ und „Über Gewißheit“ – oder: Neue Möglichkeiten für sinnvolle religiöse Rede 106 1.3.1. Das neue Sprachparadigma des ‚Anti-Augustinismus‘– oder: Das Auffinden der „Sprachspiele“ 108 1.3.2. Positionsbestimmung ex negativo – oder: Zur „Therapie“ verbreiteter Vorstellungen 124 1.3.2.1. ‚Anti-Platonismus‘ 125 1.3.2.2. ‚Anti-Aristotelismus‘ 128 1.3.2.3. ‚Anti-Cartesianismus‘ 134 1.3.2.4. ‚Anti-Empirismus‘ 140 1.3.2.5. ‚Anti-Psychologismus‘ 143 1.3.3. Eine theologische Beurteilung (II) 148 10 2. Zur theologisch-religionsphilosophischen Rezeptionsgeschichte 158 2.1. Universelles Verifikationsprinzip oder logische Eigenständigkeit? 159 2.1.1. Paul M. van Buren – oder: Der Verzicht auf die ‚kosmologisch-ontologische Sprach-Garnitur‘ 160 2.1.2. Die `Fideismusdebatte ´– oder: Der Streit um die logische Eigenständigkeit der religiösen Sprache 170 2.1.2.1. Der ‚frühe‘ Dewi Z. Phillips – oder: Die Inkompatibilität religiöser „Sprachspiele“ 172 2.1.2.2. John Hick – oder: „Die eschatologische Verifizierung...

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