Show Less

Subjektivität und Objektivität in der Rechtsanwendung

Series:

Hui Wang

Das Problem der Subjektivität und Objektivität ist eine der zentralen Fragen der Rechtstheorie und Rechtsphilosophie. Diese Arbeit hat zum Ziel, die der Rechtsanwendung inhärente Subjektivität aufzuzeigen, und die Transformation von der Subjektivität zur Objektivität auf ein diskurstheoretisches Fundament zu analysieren. In traditionellen positivistischen sowie nichtpositivistischen Untersuchungen werden die subjektiven Elemente des Rechts vernachlässigt. Eine reine Objektivität ist unerreichbar und die Subjektivität ist unvermeidbar. Durch die Entwicklung eines komplexen Modells der Rechtsanwendung und die Begründung der Notwendigkeit des Richtigkeitsanspruchs wird ein Übergang von der subjektiven zur objektiven Rechtsanwendung geschaffen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Schluss: Die Ergebnisse der Untersuchung

Extract

Die Antwort auf die Leitfrage der vorliegenden Arbeit: „Wie kann die Subjekti- vität zur Objektivität in der Rechtsanwendung transformiert werden“ lautet: mittels des Richtigkeitsanspruchs im Recht. In einer diskurstheoretischen Untersuchung der Rechtsanwendung wurde nicht nur die Subjektivität im Recht aufgedeckt, sondern auch die Notwendigkeit des Anspruchs auf Richtigkeit begründet, mit dem der Über- gang von der Subjektivität zur Objektivität garantiert ist. Darüber hinaus konnten auch Alexys These der Doppelnatur des Rechts und damit seine Verbindungsthese anhand des Themas der Subjektivität verteidigt werden. Somit hat die Arbeit ihr Ziel erreicht. Teil 1: Rechtsanwendung als Diskurs (1) Der Mensch hat eine Doppelnatur. Als Rechtsanwender besitzt er gleichzeitig ideale und reale Eigenschaften, Vernunft und Sinnlichkeit, Moral und Glücksstreben. In der idealen Ebene der Rechtsanwendung stehen ideale Handlungssubjekte. Als Vernunftwesen streben sie nach moralischer Richtigkeit und Objektivität. Sie wollen und können das Recht objektiv anwenden. In der realen Ebene der Rechtsanwendung gibt es vernunftstrebende und glücksstrebende Subjekte. Die rationalen vernunftstre- benden Subjekte streben nach der Objektivität der Rechtsanwendung aus institutio- neller oder moralischer Pflicht, während der homo oeconomicus auf die Nutzenmaxi- mierung zielt. Für ihn ist das Erheben des Richtigkeitsanspruchs subjektiv nicht not- wendig. Aufgrund des Freiraums im Recht können die realen Handlungssubjekte aus ökonomischer Rationalität oder moralischer Pflicht heraus die Rechtsnormen subjek- tiv oder objektiv anwenden. 179 (2) Normenanwendung und Normenbegründung. Ein Schwerpunkt der Rechts- anwendung liegt in der Frage, ob die Normenanwendung von der...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.