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Valenz, Konstruktion und Deutsch als Fremdsprache

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Edited By Klaus Fischer and Fabio Mollica

Der Band vereint elf unabhängige Aufsätze zu den Themenbereichen «Valenz und Konstruktion» sowie «Valenz und Deutsch als Fremdsprache». Anhand ausgewählter grammatischer Phänomene beleuchten die Beiträge die Leistung projektiver Ansätze, vor allem zur Valenztheorie in Auseinandersetzung mit der konstruktionsgrammatischen Perspektive, und plädieren für eine Integration letzterer in erstere. Weiterhin werden kritisch die fremdsprachendidaktische Eignung valenztheoretischer Konzepte untersucht und neue Wege einer realistischen Nutzung aufgezeigt. Der Band gründet auf Vorträgen in der Arbeitsgemeinschaft «Valenz, Konstruktion und Deutsch als Fremdsprache», die 2010 auf der Tagung «Deutsche Sprachwissenschaft in Italien» von den Herausgebern organisiert wurde. Er stellt eine Fortführung des ebenfalls in der Reihe «Deutsche Sprachwissenschaft international» erschienenen Bandes «Valenz und Deutsch als Fremdsprache» dar.

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1 Valenz und Konstruktion

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Die Grenzen der Valenzen Hans-Werner Eroms 1. Valenztheorie und Konstruktionsgrammatik 2. Testfälle der Valenztheorie durch die KG 2.1.Der freie Dativ 2.2. Kompakte Konstruktionen 2.2.1. Spontane Bewegungs- und Direktionalkonstruktionen 2.2.2. Kompakte Redeeinführungsverben 2.3.Objektsprädikative 2.4.Verblose Präpositionalkonstruktionen 3. Fazit: Valenz und grammatische Regularitäten 4. Literatur 1. Valenztheorie und Konstruktionsgrammatik Die Valenzgrammatik steht zusammen mit anderen Grammatikrichtungen seit einiger Zeit unter der Konkurrenz einer neuen grammatischen Konzeption, die Einsichten verarbeitet, mit denen über die engere generativ-syntaktische Kom- ponente hinausgegangen wird. Gemeint ist die „Construction Grammar“, vor allem in der Form, die ihr Adele Goldberg (Goldberg 1995) gegeben hat. Das primäre Ziel der Construction Grammar ist es, das konstruktionell Vorgeprägte, nicht das jeweils in der Kommunikation neu Entstehende in den Fokus zu neh- men. Konstruktionsgrammatik (=KG) und Valenztheorie stehen nicht in Gegen- satz zueinander, schon gar nicht in einem sich gegenseitig ausschließenden. Denn die Ansätze haben, wenn man die Eigenart dieser Theorien anschaut, ver- schiedene Grundinteressen. Die Konstruktionsgrammatik ist darauf ausgelegt, syntaktische Strukturen in ihrer Ganzheit zu berücksichtigen. Sie sieht den krea- tiven Aspekt der Sprache in der Übertragbarkeit auf verwandte Muster. Die Va- lenztheorie geht dagegen bekanntlich vom Organisationspotential einzelner Wörter, insbesondere der Verben, aus und berücksichtigt die Ausbau- und Er- weiterungsmöglichkeiten nur indirekt, durch Zusammenfassung von Verben mit gleichem oder ähnlichem Valenzmuster. Darin ist sie auch dem gerade in Grammatiken des Deutschen verbreiteten Ansatz von Satzbaumustern und Satz- bauplänen verwandt (vgl. Vuillaume 2003). Durch die Konstruktionsgrammatik, die in Deutschland...

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