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Valenz, Konstruktion und Deutsch als Fremdsprache

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Edited By Klaus Fischer and Fabio Mollica

Der Band vereint elf unabhängige Aufsätze zu den Themenbereichen «Valenz und Konstruktion» sowie «Valenz und Deutsch als Fremdsprache». Anhand ausgewählter grammatischer Phänomene beleuchten die Beiträge die Leistung projektiver Ansätze, vor allem zur Valenztheorie in Auseinandersetzung mit der konstruktionsgrammatischen Perspektive, und plädieren für eine Integration letzterer in erstere. Weiterhin werden kritisch die fremdsprachendidaktische Eignung valenztheoretischer Konzepte untersucht und neue Wege einer realistischen Nutzung aufgezeigt. Der Band gründet auf Vorträgen in der Arbeitsgemeinschaft «Valenz, Konstruktion und Deutsch als Fremdsprache», die 2010 auf der Tagung «Deutsche Sprachwissenschaft in Italien» von den Herausgebern organisiert wurde. Er stellt eine Fortführung des ebenfalls in der Reihe «Deutsche Sprachwissenschaft international» erschienenen Bandes «Valenz und Deutsch als Fremdsprache» dar.

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2 Valenz, Sprachvergleich und Deutsch als Fremdsprache

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Valenz auf die Füße gestellt? Hans Jürgen Heringer 1. Vorbemerkung 2. Korpusbasiert 3. Das Verfahren 4. Was sind Chunks? 5. Die Methode 6. Die Zubereitung 7. Didaktische Nutzung 8. Fazit 9. Literatur 10. Anhang Alle Erklärung muss fort, und nur Beschreibung an ihre Stelle treten. (Wittgenstein 1967, § 109) 1. Vorbemerkung In diesem Beitrag soll die Valenz vom Kopf auf die Füße gestellt werden – oder wenigstens auf ein Bein oder die Zehenspitzen. Was ist damit gemeint? Die Va- lenzforschung ist weitgehend bestimmt durch Intuition und Begriffsbildung. Ei- ne empirische Grundlegung steht im Grund noch aus. Dazu soll hier ein Vor- schlag gemacht werden, mit dem korpusbasiert Daten für die Valenzforschung gewonnen werden. Zugleich werden Ideen des Kognitivismus aufgenommen und damit die Hoffnung geweckt, dass die Ergebnisse didaktisch fruchtbar wer- den könnten. Dazu gibt es nur erste, bescheidene Vorschläge. 2. Korpusbasiert Muss alle Erklärung fort? – Ja, würde ich als Wittgensteinianer sagen. Auch in der Linguistik, wenngleich wir natürlich darüber rechten könnten, was linguisti- sche Erklärung heißt oder wer was für eine hält. Auf jeden Fall müssen jeder Erklärung verlässliche Daten zugrunde liegen. Bei der Selektion der Beiträge für das Vorgängerkolloquium war Korpusba- siertheit ein Auswahlkriterium (Fischer/Fobbe/Schierholz 2010: 7). Korpusba- siertheit ist modern und zu begrüßen, tut doch Empirie auch der Valenzfor- schung gut. Korpusbasiertheit mag aber mancherlei heißen. Zwei methodische Ansätze, die im erwähnten Tagungsband auch...

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