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Theoretische und applizierte Aspekte der Interkulturellen Kommunikation

Edited By Nina Niedermeyer and Hanna Pishwa

Dieser Sammelband bietet eine Auswahl aktueller Themen Interkultureller Kommunikation. Als Grundlage dienen Hofstedes Dimensionen, die in Bezug auf ihre Gültigkeit und Anwendbarkeit überprüft werden. Konfliktursachen wie Ethnozentrismus, das Fehlen eines adäquaten Verhandlungsstils sowie die Nicht-Berücksichtigung nonverbaler Kommunikation in interkulturellen Begegnungen werden erörtert. Darüber hinaus wird gezeigt, dass Besonderheiten einer Kultur sich in der Werbung sowie in Sprichwörtern wiederfinden lassen. Neben einer Übersicht über die japanische Kultur werden in diesem Band auch die Amish, Chinesen, Kroaten, Spanier und Saudis berücksichtigt.

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Interkulturelle Konflikte. Lisa Baumgarten und Julia Hilpert

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63 Interkulturelle Konflikte Lisa Baumgarten und Julia Hilpert Abstract Im Fokus dieses Kapitels stehen interkulturelle Konflikte. Wie viele andere Arten von Kon- flikten sind diese auch im interkulturellen Bereich unvermeidbar, weswegen es sehr wichtig ist, sich mit ihnen zu befassen. Interkulturelle Konflikte entstehen, wenn Menschen mit kultu- rell unterschiedlichen Werten, Normen und Zielen aufeinandertreffen und ihre Erwartungen in das Gegenüber nicht erfüllt werden. Auslöser sind unter anderem unterschiedliche Vorstel- lungen von Zielen und Werteordnungen, nicht erfüllte Erwartungen, Missverständnisse oder auch Ungerechtigkeit, die in einer Situation ineinandergreifen. Hinzu kommt, dass auch die Art und Weise, wie man sich in einem Konflikt verhält, auf kulturellen Unterschieden basiert. Konflikte unterscheiden sich in individualistischen und kollektivistischen Kulturen und kön- nen durch interkulturelle Trainings verhindert werden. 1. Definition Nach van Meurs und Spencer-Oatey (2007: 99) treffen überall, wo Menschen sozial miteinander interagieren, unterschiedliche Interessen, Ansichten, Erwar- tungen, moralische Vorstellungen und Verhaltensweisen aufeinander. Dies kann zu Missverständnissen führen, die nicht selten in Konflikten gipfeln. Konflikte gehören demnach unvermeidbar zur Interaktion und treten bei Kontakt von zwei oder mehr sozialen Einheiten, die jeweils ihre eigenen Ziele erreichen wollen, auf. Ting-Toomey und Oetzel gehen genauer auf den interkulturellen Konflikt ein und definieren ihn mit „der Erfahrung von emotionaler Frustration und diskrepanten Erwartungen von In- dividuen verschiedener Kulturen, welche eine Unvereinbarkeit ihrer Werte, Normen, Ziele […] während eines interkulturellen Austauschs spüren“ (Neuliep 2009: 324). Ähnlich wie die eigene Wahrnehmung spielt auch die eigene Gruppenzugehö- rigkeit, sprich die...

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