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Die Behandlung von Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz in Deutschland und den USA

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Vincent Braunschweig

Diese Arbeit befasst sich mit dem Recht der Gesellschafterdarlehen, einer Schnittstelle des Gesellschafts- und Insolvenzrechts. Gesellschafterdarlehen spielen sowohl in Deutschland als auch in den USA zur Finanzierung von Unternehmen eine herausragende Rolle. Kommt es zu einer Insolvenz, kennen beide Rechtsordnungen Regelungen zur Sonderbehandlung von Gesellschafterdarlehen. Diese Regelungen werden zunächst für jede Rechtsordnung separat erläutert. Im Anschluss werden die Regelungssysteme einander gegenübergestellt und rechtsvergleichend analysiert und bewertet. Es zeigt sich, dass das deutsche Recht der Gesellschafterdarlehen im Vergleich zu den USA durch eine große Rechtssicherheit und ein hohes Gläubigerschutzniveau überzeugt.

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Dritter Teil: Rechtsvergleich

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Im dritten Teil dieser Arbeit werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede unter besonderer Berücksichtigung des Gläubigerschutzes bei der Behandlung von Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz in Deutschland und den USA unter- sucht. Grundlage dieses Vergleichs ist die in den ersten beiden Teilen heraus- gearbeitete jeweilige Analyse der Behandlung von Gesellschafterdarlehen in der Insolvenz. Zunächst werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und die jeweilige Kon- zeption des Rechts der Gesellschafterdarlehen gegenübergestellt (§ 16). Im An- schluss werden die sachlichen Voraussetzungen verglichen (§ 17). Nach einer Analyse der Reichweite und Ausnahmeregelungen (§ 18) werden die Rechts- folgen eingehend verglichen (§ 19). Abschließend wird auf die Punkte Berück- sichtigung von Gesellschafterdarlehen bei der Prüfung der Insolvenzeröffnungs- gründe (§ 20) sowie Gesellschafterdarlehen in Konzernkonstellationen (§ 21) eingegangen. § 16 Konzeption und rechtliche Rahmenbedingungen I. Ausgangslage In beiden Rechtsordnungen stellt sich die gleiche Problematik: Die Finanzierung einer Gesellschaft mit Gesellschafterdarlehen kann in insolvenznahen Situatio- nen zu einem Gläubigerschutzproblem führen.1254 Wird anstelle einer Liquidation oder einer Zuführung von Eigenkapital durch die Gesellschafter die Fortführung der Geschäftstätigkeit nur durch Fremdkapital, insbesondere Gesellschafterdar- lehen ermöglicht, besteht für die Gläubiger zum einen die Gefahr, dass die In- solvenz der Gesellschaft lediglich verschleppt und das verbliebene Vermögen zu Lasten der Gläubiger noch weiter reduziert wird.1255 Zum anderen besteht die 1254 Vgl. hierzu § 2 I.2.c) sowie § 9 I.2.c). 1255 Ähnlich für das deutsche Recht Eidenmüller, FS Canaris, S. 49, 57, Hueck/Fastrich in: Baumbach/Hueck, GmbHG, § 30 Anh, Rn. 3 und Schall,...

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