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«... notwendig und schön zu wissen, auf welchem Boden man geht»

Arbeitsbuch Uwe Kolbe

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Edited By Stefan Elit

Seit Mitte der 1970er Jahre entsteht Uwe Kolbes literarisches Werk. Zwar gibt es bereits wissenschaftliche Arbeiten zu einer Reihe seiner Gedichte sowie kleinere Darstellungen zu seinem Werk, ein umfassender Überblick liegt jedoch nicht vor. Anliegen des Bands ist es, in diesem Sinne Linien zu ziehen und Perspektiven aufzumachen. Er bietet dafür als Arbeitsbuch verschiedene Annäherungsformen (Interviews, Essays, Zeitzeugen- und Weggefährten-Äußerungen sowie kleinere künstlerische Texte) und gliedert sich in drei große Teile: Ein erster Bandabschnitt widmet sich Kolbes Leben und Werk bis zum Verlassen der DDR, ein zweiter Abschnitt versammelt Beiträge vor allem zum lyrischem Werk und internationalen Kontakten seit Mitte der 1980er Jahre und ein dritter Abschnitt wendet sich Kolbes neuestem Schaffen zu.

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Zur Einleitung in das Arbeitsbuch Uwe Kolbe. STEFAN ELIT

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11 Zur Einleitung in das Arbeitsbuch Uwe Kolbe STEFAN ELIT Im Gespräch mit Thomas Wild stellt Uwe Kolbe im vorliegenden Band fest: „Zu- gleich finde ich es notwendig und schön zu wissen, auf welchem Boden man geht.“ Dieser Satz fällt im Kontext einer längeren Selbstreflexion, in der Kolbe sich als Autor verortet zwischen seinen persönlichen ‚Großen‘ Friedrich Hölder- lin und Hans Scheib, deren ‚ernste‘ Themen etwa aus dem Bereich des Mythos er in eigenen Werken aufgreift, und seiner Berliner ‚Erdung‘, die sich in seinen Werken in bewusst Alltäglichem oder etwa Lokaldialekt zeigt. Er bezieht den zitierten Satz wohl mehr auf den ‚festen Grund‘, den die ‚Großen‘ und die von ihnen vertreten Tradition ihm geben, es ist aber sicherlich auch der besondere Berliner Boden, auf dem er sich von Anbeginn seines Schreibens bewegt. Das Zitat kann aber nicht nur für ein Schlaglicht auf Uwe Kolbes Schreiben dienen, sondern zugleich als Motto für den vorliegenden Band selbst. Denn er widmet sich genau der Frage, die das Zitat enthält – und hofft darauf, dass er für seine Leserinnen und Leser zu deren Beantwortung beitragen kann. Die un- terschiedlichen Perspektiven bzw. Facetten, die die Beiträge in diesem Sinne präsentieren, fügen sich dabei hoffentlich auch ein wenig zu einem Bild von dem Boden, oder besser: den faszinierend vielen Böden, auf denen der Autor (und der Mensch) Uwe Kolbe geht. Was soll und kann ein Arbeitsbuch Uwe Kolbe ansonsten genauer...

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