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Transaktionsbesteuerung auf dem Devisenmarkt

Eine kritische Untersuchung der Möglichkeiten und Grenzen einer Besteuerung von Transaktionen auf dem Devisenmarkt aus europarechtlicher Perspektive

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Holger Martin

Gegenstand dieser Arbeit ist die Untersuchung der Besteuerung von Transaktionen auf dem Devisenmarkt. Der Fokus liegt dabei auf europarechtlichen Rechtsgrundlagen und Rahmenbedingungen einer Harmonisierung der Transaktionsbesteuerung. Zudem werden wirtschaftswissenschaftliche Zusammenhänge aufgegriffen, um insbesondere im Verhältnis zwischen Finanzierungs- und Lenkungszweck der Besteuerung problemadäquate Zusammenhänge aufzuzeigen und zu berücksichtigen. Die Erkenntnisse dieser Untersuchung werden in Form allgemeiner Schlussfolgerungen zusammengeführt.

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Kapitel 6 Zusammenfassende Bewertung

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Die internationale Währungsordnung stellt sich gegenwärtig als ein System flexibler Wechselkurse dar. Die internationale monetäre Koordination dient der Errichtung einer internatio- nalen Währungsordnung. Demgegenüber zielt die regionale monetäre Koordina- tion, wie auf Ebene der Europäischen Union, auf die Bildung von Währungsge- bieten ab. Im Zusammenhang mit der internationalen monetären Koordination entwickelte sich eine internationale Währungsordnung von einem System globa- ler Wechselkursfixierung zu einem System globaler Wechselkursflexibilität. Historisch betrachtet stellten Fixkurssysteme bei Goldwährung (wie die interna- tionale Währungsordnung des Goldstandards von ca. 1880 bis 1914) die Anfän- ge einer internationalen Währungsordnung dar. Hauptmerkmal dieser Goldwäh- rung war das Fehlen internationaler Vereinbarungen, da sich fixierte Wechsel- kurse zwischen Ländern, die die Goldwährung eingeführt hatten, aus dem Ver- hältnis ihrer jeweiligen Währung zum entsprechenden Goldwert ergaben. Fix- kurssysteme bei freier Währung (wie die internationale Währungsordnung von Bretton Woods von 1945 bis 1973) zeichneten sich dadurch aus, dass zur Fixie- rung des Wechselkurses ein internationales Abkommen geschlossen wurde. In- stitutionell wurde die durch das Abkommen von Bretton Woods errichtete Wäh- rungsordnung im Wesentlichen durch die Errichtung des Internationalen Wäh- rungsfonds und die Errichtung der Weltbank begleitet. Zentrale Aufgabe des Internationalen Währungsfonds in dieser Währungsordnung war es, die Zah- lungsfähigkeit von Ländern mit Zahlungsbilanzdefiziten bei Bedarf durch die Gewährung von Krediten sicherzustellen. Die Währungsordnung von Bretton Woods scheiterte, weil sich die Zahlungsbilanzdefizite einiger L...

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