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Die Wechselverpflichtung im 19. Jahrhundert

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Judith Freund

Im frühen 19. Jahrhundert entsteht ein gemeinsamer deutschsprachiger Wirtschaftsraum. Einher geht die Vereinheitlichung der Wechselgesetzgebung hin zur allgemeinen deutschen Wechselordnung von 1849. Diese legt sich auf keine bestimmte rechtliche Vorstellung fest. Damit bleibt Raum für die Entstehung zahlreicher unterschiedlicher Wechselrechtstheorien. Gleichermaßen nimmt aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung die Bedeutung des Wechsels in der Geschäftswelt zu. Den Wechseltheoretikern stellt sich auch das Problem, wie die neu hinzugekommene Gesetzgebung, wie das ADHGB und das BGB, damit harmonisieren können. Untersucht werden diese Theorien nach ihrer Bedeutung in Kommentaren und in Aufsätzen der neu herausgegebenen handelsrechtlichen Zeitschriften. Dabei werden die wichtigsten Problemkreise wie die rechtliche Einordnung der Tratte, des Indossaments, des Akzepts und der Wechselfähigkeit behandelt. Außerdem werden die zum Teil vehement geführten Diskussionen zwischen den Beteiligten nachgezeichnet. Ergebnis ist, dass jede Theorie eine gewisse Plausibilität besitzt und Institute wie der einseitige Vertrag und der Rechtsschein allmählich von der Wissenschaft akzeptiert werden.

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Inhaltsverzeichnis 7

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Abkürzungsverzeichnis 17 A. Einleitung 1. Einführung in die Problemstellung 19 2. Forschungsstand 21 3. Gang der Untersuchung 23 4. Die allg. dt. Wechselordnung im wirtschaftlichen Kontext a) Zeit der Entstehung der allg. dt. Wechselordnung (1848) 24 b) Zwischen allg. dt. W.O. (1849) bis Einführung des allg. HGB (1861) 24 c) Zeit zwischen allg. HGB (1861) und BGB (1900) 27 d) Nach Inkrafttreten des BGB (1900) 30 5. Wesentliche Diskussionspunkte im Streit um die Wechselerklärung a) Tratte 34 b) Eigener Wechsel 35 c) Indossament 36 d) Blankoindossament 36 e) Akzept 37 f) Einreden 38 g) Wechselfähigkeit 39 h) Verlorene, gestohlene und sonst wie abhanden gekommene Wechsel 41 6. Der der Wechselkonferenz vorliegende preußische Entwurf 42 B. Untersuchungen zur Rechtnatur der Wechselverpflichtung I. Die Zeit der Entstehung der allg. dt. Wechselordnung 1. Theodor Schmalz (1760-1831): Wechselvertrag u. Papiergeldqualität a) Werdegang und Bedeutung für das Wechselrecht 46 b) Wechselrecht beruht auf Vertrag 47 c) Tratte, eigener Wechsel, Indossament 48 d) Vorläufer der Papiergeldtheorie 49 e) Fazit 50 2. Karl v. Hofacker (1794-1860): Vom Wechselvertrage a) Werdegang und Bedeutung für das Wechselrecht 50 b) Wechselvertrag bei gezogenen Wechseln 52 c) Indossament 54 d) Annahme 55 e) Wechselfähigkeit 57 8 f) Einreden 58 g) Falsche und abhanden gekommene Wechselbriefe 59 h) Eigener Wechsel und Inhaberwechsel 62 i) Fazit 63 3. Carl Einert (1777-1855): Der Wechsel ist das Papiergeld der Kaufleute a) Werdegang und Bedeutung für das Wechselrecht 63 b) Wechselgeschäft 65 c)...

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