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Psychological Contracting

Rationalisierung des Entstehungsprozesses psychologischer Arbeitsverträge – eine darwiportunistische Analyse

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Janina Volmer

Das von der Autorin entwickelte Prozessmodell zur Entstehung psychologischer Arbeitsverträge rückt nicht nur die Interaktionsbeziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter in den Mittelpunkt der Betrachtung, sondern bezieht zugleich den verstärkten Wandel der Arbeitswelt, verstanden als «Darwiportunismus», mit ein. Mit diesem Modell wird die theoretische Basis zur Bildung situativ differenzierter psychologischer Arbeitsverträge gelegt. Zudem wird durch Identifikation von Maßnahmen zur Rationalisierung dieses Prozesses anhand einer Delphi-Studie die Handlungsfähigkeit in der aktiven Gestaltung psychologischer Arbeitsverträge für Unternehmen ermöglicht, so dass Wissenschaft und Unternehmen gleichermaßen von dem hier Entwickelten profitieren können.

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2 Theoretische Grundlagen

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2.1 Psychologische Arbeitsverträge als Gestaltungsobjekt 2.1.1 Definition Bezüglich der Definition des psychologischen Arbeitsvertrages existiert unter den Forschern keine Einheitlichkeit.151 Diese Inkonsistenz zeichnet sich bereits früh ab: Das Konzept des psychologischen Arbeitsvertrages wird scheinbar pa­ rallel sowohl in den Arbeiten von Argyris als auch von Levinson et al. verwen­ det. Zumindest beziehen sich Levinson et al. nicht auf die zwei Jahre zuvor getätigten Aussagen bezüglich des psychologischen Arbeitsvertrages von Argyris.153 Verschärft wird die Inkonsistenz der Basisannahmen durch die Re- konzeptionalisierung des Konstruktes154 durch Rousseau155. Resultat sind zwei parallel existierende Verständnisse, welche auch heute noch das Konzept des psychologischen Arbeitsvertrages kennzeichnen (Abbildung 2).156 Abbildung 2: Vertragsverständnis vor und nach der Rekonzeptionalisierung durch Rousseau (in Anlehnung an Conway/Briner 2005, 14-15) 151 vgl. beispielsweise Conway/Briner (2005). 152 vgl. Roehling (1996), 205-206. 153 vgl. Argyris (1960); Levinson et al. (1962); Roehling (1996), 205-206. 154 vgl. Conway/Briner (2005), 14-15. 155 vgl. Rousseau (1989). 156 vgl. Freese (2007), 21. 27 Die Inkonsistenz der Begriffsverwendungen zwischen den Forschern wird durch zwei Punkte zusätzlich erhöht: Zum einen positionieren sich viele Wis­ senschaftler hinsichtlich der verwendeten Begrifflichkeiten nicht ausreichend. Zum anderen verschwimmen die verwendeten Begriffe im Laufe der Untersu­ chung oder zwischen unterschiedlichen Publikationen. Vor allem Letzteres wirkt ohne eine Stellungnahme bezüglich der Neupositionierung unglaubwürdig. Eine klare Abgrenzung der verwendeten Begrifflichkeiten ermöglicht zudem eine bessere Einordnung der Forschungsergebnisse. Insgesamt existiert eine Vielzahl differierender Definitionen (Tabelle 1). Tabelle 1: Übersicht über die Definitionen des psychologischen Arbeitsvertrages ausge...

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