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Kooperation

Strategische Allianzen, Netzwerke, Joint Ventures und andere Organisationsformen zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit in Theorie und Praxis

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Richard Balling and Richard Balling

Aufgrund einer Vielzahl von Wirkungsgrößen ist in den zurückliegenden Jahren eine wachsende Bedeutung der zwischenbetrieblichen Kooperation zu beobachten. Das Fehlen einer «Theorie der Kooperation» macht die Darstellung verschiedener Ansätze zur Erklärung der Kooperation nötig. In dieser Arbeit werden deshalb Ziele und Antriebsmomente zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit zusammengeführt und miteinander verknüpft. Mit Hilfe eines Wirkungsmodells der Kooperation werden Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Kooperationen beschrieben. Eine Zusammenstellung von Erfolgsfaktoren verdichtet die in der wissenschaftlichen Literatur als wichtig identifizierten Einflußgrößen. Die Erörterung von Konflikt und Problemen von Kooperationen zeigt die Schattenseiten der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit. Zwanzig Kriterien zur Beschreibung von Kooperationen werden vorgestellt und erläutert. Die wahrgenommene Effektivität aus der Sicht der Beteiligten wird neben einer Reihe anderer Größen zur Erfolgsbeurteilung von Kooperationen dargestellt. Die Betrachtung der Kooperation aus der Perspektive des Wettbewerbs und der rechtlichen Rahmenbedingungen machen deutlich, darechtlichen Rahmenbedingungen machen deutlich, daß die gebotenen Möglichkeiten von den Wirtschaftsakteuren derzeit bei weitem nicht genutzt werden. Im abschließenden Kapitel werden verschiedene Elemente einer eklektischen Theorie der Kooperation zusammengeführt, die einen Erklärungsbeitrag zur Entstehung, zum Wesen der Kooperation sowie zu den Antriebsmomenten und Wirkungsmechanismen leisten können.

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3. Bedeutung der Kooperation in der Wirtschaftspraxis 29

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3 Bedeutung der Kooperatiop in der Wjrtscbaftspraxjs Historisch gesehen sind Kooperationsbeziehungen zwischen Untemehmen wie Unter- nehmensnetzwerke keine neue Organisationsfonn okonomischer Aktivitliten (Devlin/ Bleackley, 1988, 8.18). So1che Beziehungen zwischen Untemehmungen existieren schon so lange, wie es Untemehmungen gibt. Bereits das Romische Recht kannte die Partnerschaft zur Realisierung eines bestimmten V orhabens oder einer Transaktion. (Taubman, 1956, 8.641) Der empirische Nachweis der Bedeutung und Entwicklung von Kooperationen (im Sinne der vorgestellten Kooperationsdefinition) in der Wirtschaftspraxis, ist mit Hilfe des sekundiirstatistischen Datenmaterials nicht moglich. Die amtlichen Statistiken beriicksichtigen solch spezifische Organisationsfonnen nicht. Auch speziell zum Untersuchungsgegenstand Emiihrungsindustrie liegt kein statistisches Material vor, mit dessen Hilfe sich Stand, Entwicklung und Art der Kooperationen bestimmen lieBen. Nur tiber Integration (als Extrempunkt) in Form von Fusion oder Akquisition werden von den Kartellbehorden regelmii.Big Daten veroffentlicht. (siehe z.B. Bayerisches Staatsministeriumfor Wirtschaft und Verkehr, 1993, S.48ff.) Allgemein ist in den zurtickliegenden Jahren ein deutlicher Kooperationstrend in der Wirtschaftspraxis zu beobachten. Dieser zeigt sich an der Vielzahl von Pressemeldungen tiber Kooperationen und dem gesteigerten Interesse des Untemehmensmanagements an dieser Thematik, das sich unter anderem in entsprechenden Beitrligen in den einschlligigen Fachzeitschriften widerspiegelt. Diese wachsende Bedeutung von Kooperationen in der Wirtschaftspraxis in ihren verschiedensten Fonnen, Richtungen und Ausprligungen hat auch ein zunehmendes Forschungsinteresse auf wissenschaftlicher Seite seit Mitte der achtziger Jahre ausgelost. Neben einer wachsenden Anzahl von empirischen Untersuchungen zur Kooperationsthematik10, wurden auch eine ganze Reihe von Arbeiten veroffentlicht, die eine Erweiterung und Vertiefung der theoretischen Grundlagen der Kooperationsthematik zum Inhalt haben. Dariiber hinaus spiegelt sich die wachsende Bedeutung auch...

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