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Kooperation

Strategische Allianzen, Netzwerke, Joint Ventures und andere Organisationsformen zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit in Theorie und Praxis

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Richard Balling and Richard Balling

Aufgrund einer Vielzahl von Wirkungsgrößen ist in den zurückliegenden Jahren eine wachsende Bedeutung der zwischenbetrieblichen Kooperation zu beobachten. Das Fehlen einer «Theorie der Kooperation» macht die Darstellung verschiedener Ansätze zur Erklärung der Kooperation nötig. In dieser Arbeit werden deshalb Ziele und Antriebsmomente zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit zusammengeführt und miteinander verknüpft. Mit Hilfe eines Wirkungsmodells der Kooperation werden Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung von Kooperationen beschrieben. Eine Zusammenstellung von Erfolgsfaktoren verdichtet die in der wissenschaftlichen Literatur als wichtig identifizierten Einflußgrößen. Die Erörterung von Konflikt und Problemen von Kooperationen zeigt die Schattenseiten der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit. Zwanzig Kriterien zur Beschreibung von Kooperationen werden vorgestellt und erläutert. Die wahrgenommene Effektivität aus der Sicht der Beteiligten wird neben einer Reihe anderer Größen zur Erfolgsbeurteilung von Kooperationen dargestellt. Die Betrachtung der Kooperation aus der Perspektive des Wettbewerbs und der rechtlichen Rahmenbedingungen machen deutlich, darechtlichen Rahmenbedingungen machen deutlich, daß die gebotenen Möglichkeiten von den Wirtschaftsakteuren derzeit bei weitem nicht genutzt werden. Im abschließenden Kapitel werden verschiedene Elemente einer eklektischen Theorie der Kooperation zusammengeführt, die einen Erklärungsbeitrag zur Entstehung, zum Wesen der Kooperation sowie zu den Antriebsmomenten und Wirkungsmechanismen leisten können.

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6. Ziele und Antriebsmomente von Kooperationen 74

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6 Zjele und Aptrjebsmomente yop Kooperatjopep In der Darstellung der verschiedenen theoretischen Ansatze im vorigen Abschnitt wurden jeweils die aus der spezifischen Perspektive der einzelnen Ansatze wirkenden Antriebsmomente und Grilnde fiir das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung von Kooperationen kurz skizziert. Die nachfolgende Darstellung verliillt diese einengende Konzeption der isolierten Theoriegebaude und :fiihrt die verschiedenen Ziele in einer systematischen Darstellung der unterschiedlichen Differenzierungsmoglichkeiten zusarnmen. Dafiir soli zunachst kurz charakterisiert werden, was unter Zielen zu verstehen ist und welche Rolle sie im Rahmen von Kooperationen spielen. Die systematisierende Differenzierung von Kooperationszielen in Form einer Obersicht gibt daran anschlieBend einen auf das Wesentliche reduzierten Oberblick. Die Erlauterung der einzelnen Differenzierungskategorien mit Beispielen aus der Wirtschaftspraxis - als dritter gedanklicher Abschnitt - macht den GroBteil dieses theoretischen Teilschrittes aus. Ziele stellen Orientierungs- und RichtgroBen des unternehmerischen Handelns dar. 8ie konnen auch als angestrebte Zustiinde interpretiert werden. (Meffert, 1994, 8.88) Ziele konnen somit auch als Ausloser, Grilnde, Antriebsmomente und Nutzendimensionen okonomischer Aktivitiiten - wie eben auch von Kooperationen - betrachtet werden. In ihrer operationalisier- ten Form werden Ziele zu MeBgroBen fiir die Bestimmung des Erfolges einer bestimmten MaBnahme und sind damit Grundlage des zunehmend als wichtig erachteten Marketing- Controlling bzw. eines Controlling-Konzepts anzusehen. Bezogen auf Kooperationen stellen Ziele ein konstitutives Element der Definition dar ( vgl. die Kooperationsdefinition in Kap. 2). Unterschiedliche Ziele sind auch ein Kriterium fiir die 8ystematisierung von Kooperationen (vgl. Kap. 4, Obersicht 5). 8ie sind ein Wesenselement des Kooperationsphiinomens. Eine Kompatibilitiit der Ziele der Beteiligten, d.h. gleichlaufende oder sich ergiinzende (komplementiire) Ziele...

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