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Die geordnete gebietskörperschaftliche Insolvenz am Beispiel deutscher Kommunen

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Maximilian Hoffmann

In seiner Arbeit widmet sich der Autor der Frage, ob Gebietskörperschaften, insbesondere Kommunen, im Grundsatz einer Insolvenz fähig sind und ob dies, wo die deutsche Rechtsordnung einen solchen Fall derzeit nicht vorsieht, de lege ferenda einer gesetzlichen Rahmung bedarf. Die akademische Debatte um die Etablierung einer geordneten gebietskörperschaftlichen Insolvenz wird damit zu einem Zeitpunkt befeuert, da die Verschuldung der öffentlichen Hand stärker als jemals zuvor im Bewusstsein der Öffentlichkeit steht. Die Frage nach der Insolvenzfähigkeit von Kommunen und dem anwendbaren Verfahren steht dabei letztlich pars pro toto für die generelle Debatte um die Verhinderung einer Überschuldung der öffentlichen Hand und die Frage, wie bei ihrem Eintritt zu verfahren ist. Kern der Arbeit ist das Plädoyer für die verfahrensrechtliche Ausgestaltung und Steuerung kommunaler Insolvenzszenarien in Anlehnung an das in der Insolvenzordnung bereits bestehende Planverfahren. Überschuldeten Kommunen soll so die Möglichkeit einer umfassenden Sanierung und die Aussicht auf einen schuldenbereinigten Neustart eröffnet werden.

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EINFÜHRUNG ............................................................................................... 1 I. Thematische Annäherung .......................................................................... 1 1. Die aktuelle Diskussion um ein Insolvenzverfahren für Staaten .......... 1 2. Der nationale Kontext: „Ein Hauch von Griechenland zieht durch die Rathäuser“ ....................................................................................... 5 II. Terminologie ............................................................................................ 8 1. Haushaltsnotlage ................................................................................... 8 2. Insolvenz ............................................................................................... 9 3. Konkurs ............................................................................................. 11 4. (Staats-) Bankrott ................................................................................ 11 5. (Staats-) Verschuldung ........................................................................ 13 6. (Kommunale) Überschuldung ............................................................. 14 7. Zahlungsunfähigkeit ............................................................................ 15 III. Forschungsstand .................................................................................... 15 IV. Gang und Ziel der Untersuchung ........................................................ 19 § 1 Staatsverschuldung wirksam begrenzen!? ................................... 23 A. Das Dogma von der Insolvenzunfähigkeit .......................................... 23 B. Möglichkeiten und Grenzen präventiver „Schuldenbremsen“ ........ 27 I. Abgrenzung ......................................................................................... 27 II. Europäische Schuldenbegrenzungsmechanismen – ein Überblick .... 30 1. Die Lage vor der „Euro-Krise“ ...................................................... 30 a) „No-bail-out-Klausel“ in Art. 125 AEUV .................................. 30 XII b) Haushaltsdisiplin – Art. 126 AEUV und der Stabilitäts- und Wachstumspakt ........................................................................... 31 2. Einbindung der Kommunen in das europäische Regelwerk? ......... 32 a) Der Nationale Stabilitätspakt ...................................................... 33 b) Auswirkungen auf die Kommunen ............................................. 34 3. Gegenwärtige Entwicklungen ......................................................... 36 a) Grenzen der „Maastricht-Kriterien“ ........................................... 36 b) Europäische Finanzstabilisierung – „Griechenlandkrise“ .......... 38 (1) Die Entwicklung einer Europäischen Finanzstabilisierung .... 38 (2) Verstoß gegen Unions- und Verfassungsrecht? ...................... 40 4. Zwischenergebnis ............................................................................ 42 III. Die neue „Schuldenbremse“ im Grundgesetz ..................................... 43 1. Ziel der Neuregelung ...................................................................... 43 2. Das bisherige Staatsschuldenrecht und seine Defizite ................... 45 3. Die Ausgestaltung der „Schuldenbremse“ nach der Föderalismusreform II .................................................................... 48 4. Begleitende Maßnahmen ................................................................. 50 a) Verfahrensrechtliche Absicherung durch ein „Frühwarnsystem“ ...................................................................... 50 b) Übergangsphase .......................................................................... 51 c) Konsolidierungshilfen ................................................................. 52 5. Auswirkung der Schuldenbremse auf die Kommunen .................... 52 a) Konsolidierung der Länderhaushalte zu...

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