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Kritiker der Digitalisierung

Warner, Bedenkenträger, Angstmacher, Apokalyptiker

Otto Peters

Kritiker der Digitalisierung beschreiben besorgniserregende Entwicklungen: Überlastung infolge von nicht mehr zu fassenden Datenmengen, Einwirkungen auf Gehirn und Denken, Veränderungen der Lebens- und Arbeitsweise, suchtartige Abhängigkeit, zahlreiche Formen von Computerkriminalität und drohende «Computerkriege». Schon nach wenigen Jahrzehnten intensiver Digitalisierung könnte sich unser Leben dehumanisieren. Experten der Computerwissenschaft werden ebenso vorgestellt wie Philosophen und Soziologen. Hinzu treten Vertreter der Kommunikationswissenschaft, der Jurisprudenz, der Technikgeschichte, der Gehirnforschung und Biologie, der Psychologie und Pädagogik. Auch Medienunternehmer, Journalisten und ein Dramatiker tragen ihre Standpunkte bei. Indem diese Kritiker uns warnen, verfolgen sie ein hohes und überaus wichtiges Ziel: die Bewahrung der Humanität.

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Kapitel 6 - Der Traditionalist: David Franklin Noble. Ein Kampf gegen die „Automation of Higher Education“

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61 Kapitel 6 Der Traditionalist: David Franklin Noble Ein Kampf gegen die „Automation of Higher Education“ David F. Noble, ein amerikanischer Historiker der Technologie, wurde 1945 in New York City geboren und ist 2010 in Toronto gestorben. Biografischer Hintergrund Noble begann mit seinen Forschungen am Massachusetts Institute of Technology (MIT), setzte sie fort am Smithonian Institute und lehrte dann am Department of Soci- al and Political Thought der York University in Toronto. Anfangs beschäftigte er sich mit der Frage, wie Wissenschaft und Technologie den Aufstieg des corporate capita- lism bewirkten („America by Design“ 1977). Danach schrieb er eine Sozialgeschichte der industriellen Automation („Forces of Production“ 1984). Später kritisierte er den Mythos vom Fortschritt („Smash Machines, Not People!“ 1985). Es folgte eine Dar- stellung der christlich-klerikalen Kultur der westlichen Naturwissenschaften („A World Without Women“ 1992). Ein Jahr später verteidigte er die Maschinenstürmer („Progress Without People“ 1993). Danach erforschte er, wie die Religiosität der Menschen und ihr Erfindergeist zusammenhängen („The Religion of Technology“ 1997). 2001 erschien sein Buch über die automation of higher education („Digital Diploma Mills“), das eine lebhafte Diskussion auslöste. Sein letztes Buch beschäftigt sich mit der Entstehung und Verfinsterung der biblischen Mythologie vom Gelobten Land und ihrem Einfluss auf die westliche Kultur („Beyond the Promised Land “ 2005). Wie schon anhand der Titel dieser neun Bücher erkennbar ist, haben wir es hier mit einem kritischen Geist par excellence zu tun, mit einem, der die Kritik zu seinem Hauptgeschäft gemacht hat....

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