Show Less

Kritiker der Digitalisierung

Warner, Bedenkenträger, Angstmacher, Apokalyptiker

Otto Peters

Kritiker der Digitalisierung beschreiben besorgniserregende Entwicklungen: Überlastung infolge von nicht mehr zu fassenden Datenmengen, Einwirkungen auf Gehirn und Denken, Veränderungen der Lebens- und Arbeitsweise, suchtartige Abhängigkeit, zahlreiche Formen von Computerkriminalität und drohende «Computerkriege». Schon nach wenigen Jahrzehnten intensiver Digitalisierung könnte sich unser Leben dehumanisieren. Experten der Computerwissenschaft werden ebenso vorgestellt wie Philosophen und Soziologen. Hinzu treten Vertreter der Kommunikationswissenschaft, der Jurisprudenz, der Technikgeschichte, der Gehirnforschung und Biologie, der Psychologie und Pädagogik. Auch Medienunternehmer, Journalisten und ein Dramatiker tragen ihre Standpunkte bei. Indem diese Kritiker uns warnen, verfolgen sie ein hohes und überaus wichtiges Ziel: die Bewahrung der Humanität.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Kapitel 12 - Der Satiriker: Philip Bethge. „Unser täglich Netz gib uns heute“

Extract

128 Kapitel 12 Der Satiriker: Philip Bethge „Unser täglich Netz gib uns heute“ Philip Bethge ist ein deutscher Journalist, Buchautor und Dozent. Er wurde 1967 ge- boren und arbeitet als Wissenschaftsredakteur beim Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ in Hamburg, wo er mit seiner Ehefrau und Tochter auch lebt. Biographischer Hintergrund Philip Bethge studierte Biologie an der Universität Kiel, wo er auch promovierte. Danach betrieb er als Zoologe Feldforschung in Tasmanien, um das Verhalten von Zwergpinguinen und Schnabeltieren zu studieren. Mitte der neunziger Jahre besuchte er die Evangelische Journalistenschule in Berlin. Als Wissenschaftsredakteur beim „Spiegel“ bevorzugt er Themen wie Tiere, Pflanzen, Ökologie, Artensterben, bearbei- tet aber auch Probleme des Klimawandels sowie der Gentechnik, Energietechnik, Landwirtschaft und Evolutionspsychologie. Kürzlich veröffentlichte er die Satire „Unser täglich Netz“ (2010). Quelle: (Bethge 2011). Motivation Mutmaßlich ist es das besondere Naturell dieses Autors, das ihn dazu bringt, sich mit der Digitalisierung auf eine leichte und spielerische Art zu befassen. Offensichtlich amüsiert er sich als ausgewiesener Naturwissenschaftler darüber, wie in der Zunft der Computer-Experten das Netz von manchen ausgerechnet mit einer religiösen Instituti- on verglichen wird und wie daraufhin merkwürdige Phantasien ins Kraut schießen, die mit exakter Wissenschaft und Technik überhaupt nicht in Verbindung gebracht wer- den können. Nicht nur die große Zahl der Internet-Nutzer, sondern auch einige nam- hafte Internet-Experten sind dem allgemeinen Internet-Hype erlegen, der das Entste- hen solcher inkommensurablen Vorstellungen begünstigt haben könnte, weil er die Realität weit hinter sich...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.