Show Less

Kritiker der Digitalisierung

Warner, Bedenkenträger, Angstmacher, Apokalyptiker

Otto Peters

Kritiker der Digitalisierung beschreiben besorgniserregende Entwicklungen: Überlastung infolge von nicht mehr zu fassenden Datenmengen, Einwirkungen auf Gehirn und Denken, Veränderungen der Lebens- und Arbeitsweise, suchtartige Abhängigkeit, zahlreiche Formen von Computerkriminalität und drohende «Computerkriege». Schon nach wenigen Jahrzehnten intensiver Digitalisierung könnte sich unser Leben dehumanisieren. Experten der Computerwissenschaft werden ebenso vorgestellt wie Philosophen und Soziologen. Hinzu treten Vertreter der Kommunikationswissenschaft, der Jurisprudenz, der Technikgeschichte, der Gehirnforschung und Biologie, der Psychologie und Pädagogik. Auch Medienunternehmer, Journalisten und ein Dramatiker tragen ihre Standpunkte bei. Indem diese Kritiker uns warnen, verfolgen sie ein hohes und überaus wichtiges Ziel: die Bewahrung der Humanität.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Kapitel 14 - Der Literat: Nicholas Carr. Opfern wir unsere Fähigkeit, gründlich zu lesen und tief zu denken?

Extract

145 Kapitel 14 Der Literat: Nicholas Carr Opfern wir unsere Fähigkeit, gründlich zu lesen und tief zu denken? Nicholas G. Carr, der international bekannte US-amerikanische Schriftsteller, Bestsel- lerautor, Journalist, Blogger und gesuchte Redner wurde 1959 geboren. Er lebt mit seiner Frau in Colorado. Biografischer Hintergrund Nicholas Carr studierte englische und amerikanische Literatur am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, einer hoch renommierten Universität, die sich als eine der ersten mit Computer Science befasste. Dort erwarb er seinen Bachelor of Arts. Danach setzte er seine Studien an der noch renommierteren Harvard University fort, die er mit einem M.A. in Linguistics abschloss. Er wurde sodann leitender und ge- schäftsführender Redakteur der „Harvard Business Review“. Nicholas Carr schrieb Aufsätze für viele angesehene Zeitschriften. In der Hauptsache verfasste er jedoch vier Bücher: “Digital Enterprise: How to Reshape Your Business for a Connected World” (2001); “Does it Matter? Information Technology and the Corrosion of Competitive Advantage” (2004); “The Big Switch: Rewiring the World, from Edison to Google” (2008); und “The Shallows: What the Internet is Doing to Our Brains” (2010). Das letzte Buch ist für den Pulitzer Preis 2011 nominiert worden. Seine Bücher wurden in zwanzig Sprachen übersetzt. Quellen: (Carr 2008a), (Carr 2011). Motivation Nicholas Carrs Kritik der Digitalisierung geht auf ein „Erweckungserlebnis“ zurück. Als Student am Dartmouth College lernte er die ersten Computer kennen. Schon 1986 kaufte er sich selber einen Macintosh und wurde fortan von der sich ausbreitenden Computer-Begeisterung erfasst. Das veranlasste...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.