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Galizien im Diskurs

Inklusion, Exklusion, Repräsentation

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Edited By Paula Giersch, Florian Krobb and Franziska Schößler

Die politischen Grenzen des habsburgischen Kronlands Galizien wurden 1772 wie auf dem Reißbrett festgelegt, so dass ein überaus heterogenes Gebilde entstand. Galizien war seitdem Projektionsfläche für unterschiedlichste politische und kulturelle Vorstellungen, für identitäre Fragen der Zugehörigkeit und der Abgrenzung sowie für vielfältige Versuche, die Fremdheit und das Bedrohungspotenzial der ‘östlichen’ Region zu fixieren. Der Band rekonstruiert die einschlägigen Diskurse über Galizien, wie sie zunächst in Statistiken und Reiseberichten des 18. Jahrhunderts fassbar werden. Noch die Texte jüdischer Schriftsteller und Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, die die traumatische Vernichtung der ostjüdischen Shtetl-Welt bearbeiten, nehmen kritisch auf diese Bezug. Zugleich soll gezeigt werden, dass Ansätze wie die Diskursanalyse und die postkolonialen Studien den Untersuchungsgegenstand neu konturieren.

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Autorenverzeichnis

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Mark H. Gelber promovierte 1980 an der Yale University über den literarischen Antisemitismus in der englischen und deutschen Literatur (erschienen unter dem Titel: Aspects of Literary Anti-Semitism: Dickens and Freytag. Ann Arbor 1980). Seit 1980 lehrt er an der Ben Gurion-Universität in Beer Sheva als Professor für Komparatistik und deutsch-jüdische Literaturgeschichte. Seit 2001 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt, seit 2008 leitet er das Zentrum für österreichische und deutsche Studien in Beer Sheva. For- schungsstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung und des DAAD sowie Gastprofessuren führten ihn unter anderem nach Tübingen, Berlin, Graz, Maribor (Slowenien), Yale und Auckland. Weitere Forschungsschwerpunkte sind der Kul- turzionismus und Exilliteratur. Letzte Veröffentlichungen: Die Zeit im Judentum. In: Goltschnigg, Dietmar (Hg.): Phänomen Zeit – Dimensionen und Strukturen in Kultur und Wissenschaft. Tübingen 2011; Deutsch-jüdische Kontextualisierun- gen. Bielefeld (im Druck). Er kann unter mgelber@bgu.ac.il kontaktiert werden. Paula Giersch studierte Geschichte und Germanistik in Trier und Bologna. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sonderforschungsbereichs 600 an der Univer- sität Trier und promoviert dort zu Repräsentationen des Jüdischen in der deutschsprachigen jüdischen Schtetlliteratur des 19. Jahrhunderts, insbesondere zu unveröffentlichten Manuskripten von Karl Emil Franzos. Monographien zur mittelalterlichen Schilderung rheinländischer Jerusalempilger (zusammen mit Schmid, Wolfgang: Rheinland – Heiliges Land. Pilgerreisen und Kulturkontakte im Mittelalter. Trier 2004) sowie zur Repräsentation und Rezeption Konstantins des Großen (Der Heilige in der zweiten Reihe. Das schwierige Erbe Konstantins des Großen...

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