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Ökonomische Theorie des Rechts

Konzepte und Anwendungen

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Michael Adams

Diese Arbeit stellt in einzelnen Aufsätzen praxisnahe Anwendungen der ökonomischen Theorie des Rechts dar. Die Aufsätze wurden so gewählt, dass die Fülle der möglichen Anwendungen und zugleich ihr unmittelbarer rechtspolitischer Nutzen deutlich werden. So werden Analysen und rechtspolitische Vorschläge zur Zerstörung der Rauschgiftmärkte, der Struktur von Zivilprozessen, der Kontrolle der Unternehmensverwaltung und deren Vergütung, zur Wahl effizienter Haftungssysteme, der Abschreckung von Straftaten und der Regulierung der Glücksspielindustrie vorgelegt. Im Rahmen von Anwendungen werden auch die Konzepte der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Autoren des Fachgebietes wie Coase, Becker, Stigler, Akerlof, North und Kahneman dargestellt und erläutert. Sie machen die innovative Kraft und die Zukunftsfestigkeit der dargelegten Konzepte deutlich und belegen ihren Nutzen für die Praxis der Jurisprudenz.

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TEIL 3: VERTRAGSRECHT

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Irrtümer und Offenbarungspflichten im Vertragsrecht Die „Information": Von der Bruchbude zur Bel Etage In seinem berühmten Artikel aus dem Jahre 1961 „The Economics of Informati- on"' bemerkt Stigler, dass man es wohl kaum für nötig halten sollte, gegenüber Akademikern zu betonen, dass „Information" eine wertvolle Ressource, Wissen in der Tat Macht darstelle. Dennoch - so fährt Stigler fort - sei die Rolle der In- formation bisher lediglich auf eine Bruchbude im Lehrgebäude der ökonomi- schen Wissenschaft verwiesen und von ihr üblicherweise nicht zur Kenntnis ge- nommen worden. Es ist der sicherlich auch aus diesem Grunde mit dem Nobel- preise ausgezeichneten Pionierarbeit von Stigler zu verdanken, dass die Behand- lung der Rolle der Information nunmehr ganze Zimmerfluchten in der Bel Etage der ökonomischen Theorie in Anspruch nimmt. Durch die „Economics of In- formation" hat nicht nur die Markt- und Wettbewerbstheorie, sondern auch die Wettbewerbspolitik ein anderes Gesicht bekommen. Sie liefert wichtiges Analy- seinstrumentarium für die Theorie der Versicherungen, der Finanzmärkte, der Geldtheorie, der ökonomischen Analyse der Politik und der ökonomischen Ana- lyse des Rechts3 . Zwar haben Jurisprudenz und Ökonomie trotz ihrer Verselbständigung in eigene Ausbildungs- und Studiengänge eine vollständige Vernachlässigung der Kennt- nisnahme der Grundgedanken der jeweils anderen Disziplin zu vermeiden ver- standen, in Kernbereichen des Vertrags- und Haftungsrechts, der Sicherungs- rechte, des Strafrechts und der Staatstheorie, des Verfahrensrechts und des Ar- beitsrechts wurden und werden dennoch in ihren Auswirkungen immer noch wirtschaftlich bedeutsame Entscheidungen weitgehend lediglich...

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