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Ökonomische Theorie des Rechts

Konzepte und Anwendungen

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Michael Adams

Diese Arbeit stellt in einzelnen Aufsätzen praxisnahe Anwendungen der ökonomischen Theorie des Rechts dar. Die Aufsätze wurden so gewählt, dass die Fülle der möglichen Anwendungen und zugleich ihr unmittelbarer rechtspolitischer Nutzen deutlich werden. So werden Analysen und rechtspolitische Vorschläge zur Zerstörung der Rauschgiftmärkte, der Struktur von Zivilprozessen, der Kontrolle der Unternehmensverwaltung und deren Vergütung, zur Wahl effizienter Haftungssysteme, der Abschreckung von Straftaten und der Regulierung der Glücksspielindustrie vorgelegt. Im Rahmen von Anwendungen werden auch die Konzepte der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Autoren des Fachgebietes wie Coase, Becker, Stigler, Akerlof, North und Kahneman dargestellt und erläutert. Sie machen die innovative Kraft und die Zukunftsfestigkeit der dargelegten Konzepte deutlich und belegen ihren Nutzen für die Praxis der Jurisprudenz.

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TEIL 5: UNTERNEHMENSRECHT UND CORPORATE GOVERNANCE

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Kontrolle und beschränkte Haftung A. Einleitung: Die Gesellschaften „beschränkter Haftung" als mächtige Schöpfer und Zerstörer Über den Reichtum dieser Erde gebieten Organisationen. Neben den Staaten sind es die juristischen Personen des Privaten Rechts, die die Welt gestalten': Sie erst haben bewiesen, was die Tätigkeit des Menschen zustande bringen kann: Durch sie wurden ganz andere Wunderwerke vollbracht als ägyptische Pyramiden, römische Wasserleitungen und gotische Kathedralen, mit ihrer Hilfe wurden ganz andere Bewegungen ausgeführt als Völkerwanderungen und Kreuzzüge. In ihrem Schoß werden die kolossalen Produktionsinstrumente ge- schaffen und im Wettbewerb miteinander fortwährend revolutioniert. Alle fes- ten, eingerosteten Produktionsverhältnisse mit ihrem Gefolge von altehrwürdi- gen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neu gebildeten veralten, ehe sie verknöchern können. Sie haben um die ganze Erdkugel Verbin- dungen hergestellt, den Weltmarkt geschaffen, Produktion und Konsum aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie haben den bloß nationalen Boden der In- dustrie entzogen und einen allseitigen Verkehr und eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander herbeigeführt. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit ward mehr und mehr unmöglich und aus den vielen nationalen bildet sich die eine Weltkultur. Durch die unendlich verbesserten Kommunikationsinstrumente rei- ßen sie alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation. Die Unterjo- chung der Naturkräfte, die Zähmung des Sternenfeuers, Maschinerie, Anwen- dung der Chemie auf Industrie und Ackerbau, Schifffahrt, Eisenbahnen, Auto- mobile, Flugzeuge, Raumschiffe,...

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