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Ökonomische Theorie des Rechts

Konzepte und Anwendungen

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Michael Adams

Diese Arbeit stellt in einzelnen Aufsätzen praxisnahe Anwendungen der ökonomischen Theorie des Rechts dar. Die Aufsätze wurden so gewählt, dass die Fülle der möglichen Anwendungen und zugleich ihr unmittelbarer rechtspolitischer Nutzen deutlich werden. So werden Analysen und rechtspolitische Vorschläge zur Zerstörung der Rauschgiftmärkte, der Struktur von Zivilprozessen, der Kontrolle der Unternehmensverwaltung und deren Vergütung, zur Wahl effizienter Haftungssysteme, der Abschreckung von Straftaten und der Regulierung der Glücksspielindustrie vorgelegt. Im Rahmen von Anwendungen werden auch die Konzepte der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Autoren des Fachgebietes wie Coase, Becker, Stigler, Akerlof, North und Kahneman dargestellt und erläutert. Sie machen die innovative Kraft und die Zukunftsfestigkeit der dargelegten Konzepte deutlich und belegen ihren Nutzen für die Praxis der Jurisprudenz.

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TEIL 7: VERSICHERUNGEN

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Revolution im Versicherungsgewerbe I. Vorbemerkung Am 2. Juli 1997 wurde von der SPD Bundestagsfraktion unter Federführung des Abgeordneten Bury ein „Gesetzentwurf zur Reform des Versicherungsvertrags- gesetzes" BT- Drucks. 13/8163 eingebracht. Unter diesem eher harmlos- langweilig klingenden Titel verbirgt sich nicht nur eine Revolution des Versi- cherungsvertragsgesetzes, sondern auch eine Revolution der Unternehmenskon- trolle und der privaten Alterssicherung und schließlich auch die Anordnung ei- ner Nachzahlung der bisher von den Versicherungsunternehmen ihren Kunden vorenthaltenen stillen Reserven in einer Größenordnung von 300 Milliarden Mark. Es handelt sich um die von Wissenschaft und Verbraucherverbänden seit Jahrzehnten geforderte und bisher an Interessengruppen gescheiterte überfällige Jahrhundertreform des Versicherungswesens und seiner Unregelmäßigkeiten. II. Das grundlegend Neue: Trennung der Vermögenssphären von Versiche- rungsgesellschaft und Kunden sowie Einführung von Marktwerten anstelle unsinniger Buchwerte Viele gängige Versicherungsverträge haben sich im Laufe der Zeit zu typenge- mischten Versicherungsverträgen entwickelt. Neben den vom Versicherungsun- ternehmen zu erbringenden Schadensausgleich im Versicherungsfalle trat im Laufe der Zeit insbesondere bei der Kapitallebensversicherung die Anlage und Verwaltung von Spargeldern der Versicherungskunden in den Vordergrund. Aus historischen Gründen werden im geltenden Recht die das angesparte Vermögen der Versicherungskunden wirtschaftlich berührenden Vorgänge in der Buchfüh- rung der Versicherungsunternehmen noch mit deren eigenen Geschäftsvorfällen ununterscheidbar vermischt. So werden die zur Vermögensbildung eingezahlten Prämien der Versicherungskunden von den Kapitallebensversicherungen voll- ständig und einheitlich als Entgelteinnahmen und damit als Umsatzerträge ver- bucht. Zusammen mit den Bilanzwahlrechten ergibt...

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