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Ökonomische Theorie des Rechts

Konzepte und Anwendungen

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Michael Adams

Diese Arbeit stellt in einzelnen Aufsätzen praxisnahe Anwendungen der ökonomischen Theorie des Rechts dar. Die Aufsätze wurden so gewählt, dass die Fülle der möglichen Anwendungen und zugleich ihr unmittelbarer rechtspolitischer Nutzen deutlich werden. So werden Analysen und rechtspolitische Vorschläge zur Zerstörung der Rauschgiftmärkte, der Struktur von Zivilprozessen, der Kontrolle der Unternehmensverwaltung und deren Vergütung, zur Wahl effizienter Haftungssysteme, der Abschreckung von Straftaten und der Regulierung der Glücksspielindustrie vorgelegt. Im Rahmen von Anwendungen werden auch die Konzepte der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Autoren des Fachgebietes wie Coase, Becker, Stigler, Akerlof, North und Kahneman dargestellt und erläutert. Sie machen die innovative Kraft und die Zukunftsfestigkeit der dargelegten Konzepte deutlich und belegen ihren Nutzen für die Praxis der Jurisprudenz.

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TEIL 9: STRAFRECHT

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Zur Strafbarkeit des Versuchs A. Einleitung Mit Misstrauen wird ein Ökonom zur Kenntnis nehmen, dass derjenige Eifer- süchtige wegen versuchten Mordes bestraft werden soll, der mit einer versehent- lich ungeladenen Pistole auf ein leeres Bett schießt, um die sich dort vermeint- lich lagernde ungetreue Freundin zu töten. Wird die Handlung des Eifersüchti- gen doch erst durch seinen inneren Willen zur Straftat erhoben und beschwört damit die Gefahr der Bestrafung von Menschen aufgrund vager Annahmen. Um der „metaphysischen Sünde" an der Wissenschaft zu entgehen, trat in den Wirt- schaftswissenschaften an die Stelle eines der Beobachtung unzugänglichen inne- ren „Willens" oder eines wenig greifbaren „Nutzens" die zunehmend mit Hilfe der Mathematik und Statistik betriebene Analyse empirisch feststellbarer Ent- scheidungshandlungen. So wurde die Richtung der Argumentation umgekehrt: Nicht die zu beobachtenden Handlungen der Menschen sind der mehr oder min- der nebensächliche Ausdruck ihres inneren Wollens, sondern auf ein inneres Wollen soll nur insoweit geschlossen werden, als es sich in tatsächlichen Hand- lungen in der Wirklichkeit offenbart'. Der Verbrauch von Ressourcen wird nun üblicherweise nur dann mit Preisen belastet, wenn er auch tatsächlich stattfindet, der bloße Vorsatz, ein Gut verbrauchen zu wollen, ist frei. Es soll daher in die- sem Aufsatz gezeigt werden, aus welchen Gründen auch bloß gewollte, aber nicht stattgefundene Eingriffe in die Rechtsgüterwelt aus Wohlfahrtsgesichts- punkten sanktionswürdig sein können. Erstveröffentlichung Michael Adams und Steven Shavell, „Zur Strafbarkeit des Versuchs", Goltdammer's Archiv für Strafrecht 1990,...

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