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Bilingualen Unterricht weiterdenken

Programme, Positionen, Perspektiven

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Edited By Bärbel Diehr and Lars Schmelter

Der Bilinguale Unterricht in Deutschland entwickelt sich derzeit zu einem Regelangebot. Bei dieser Entwicklung wird jedoch die sachfachliche Kompetenz in Theorie, Forschung und Praxis noch nicht im wünschenswerten Maße berücksichtigt. In der europäischen Diskussion um Content and Language Integrated Learning interessiert vor allem die fremdsprachliche Kompetenz. Die Rolle der schulischen Erstsprache sowie der Aufbau fachlicher Literalität in zwei Sprachen werden kaum berücksichtigt. Dieser Band bilanziert die Entwicklung des Bilingualen Unterrichts. Er vereint Beiträge aus Forschung, Ausbildung und Schule, die sich aus unterschiedlichen Fachperspektiven mit seinen derzeitigen Herausforderungen befassen. Eine konzeptuelle Klärung und Weiterentwicklung des Bilingualen Unterrichts sowie der darauf bezogenen Lehrerbildung scheinen notwendig. Dazu soll dieses Buch einen Diskussionsbeitrag leisten.

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Bärbel Diehr: What’s in a name? Terminologische, typologische und programmatische Überlegungen zum Verhältnis der Sprachen im Bilingualen Unterricht

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17 Bärbel Diehr What’s in a name? Terminologische, typologische und programmatische Überlegungen zum Verhältnis der Sprachen im Bilingualen Unterricht 1. Einleitung Wer einen Blick in die Handbücher der Fremdsprachendidaktik wirft, gewinnt einen Eindruck von der Vielfalt der Lehr-, Lern- und Unterrichtsformen, die unter dem Begriff des Bilingualen Unterrichts (im Folgenden BU) firmieren: z. B. bilinguale Züge, bilinguale Module, bifokaler Unterricht, Immersion, im- mersiv-reflexives Lernen, Content and Language Integrated Learning (CLIL), Fremdsprache als Arbeitssprache. Bereits 1999 wies Ingeborg Christ darauf hin, dass die drei von ihr identifizierten Formen bilingualen Lehrens und Lernens (Züge, Unterrichtsfächer, Kurzformen) einen je spezifischen Beitrag zur Mehr- sprachigkeit in Europa leisten (vgl. Christ, I. 1999: 10). Für die Schullandschaft in Deutschland hat die Diversifizierung bilingualer Angebote viele Vorteile mit sich gebracht. So schafft eine Auswahlmöglichkeit zwischen bilingualen Zügen und bilingualen Modulen größere Flexibilität für die Lernenden wie für die Schulen. Zudem eröffnet sie Spielräume für den Einbezug verschiedener Fremd- sprachen und nicht-sprachlicher Fächer. Mit zeitlich begrenzten Angeboten kön- nen außerdem Schülergruppen erreicht werden, die sich als wenig erfolgreiche Fremdsprachenlerner erleben und für die eine flexible Wahlmöglichkeit das Risiko der Überforderung minimiert (für eine ausführliche Diskussion des bilin- gualen Modulunterrichts vgl. z. B. Abendroth-Timmer 2007 und 2010). Für den Erhalt dieser organisatorischen Vielfalt spricht, dass Schülerinnen, Schüler und Eltern eine begründete, für sie passende Wahl treffen können. Die...

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