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Technologietransfer im Recht der UNESCO

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Phillip Winkler

Die Arbeit untersucht den seitens der UNESCO initiierten Technologietransfer. Nach der Einordnung des Technologietransfers in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der UNESCO und der Erarbeitung wichtiger thematischer Grundlagen und Zusammenhänge kommt der Analyse der von der UNESCO verabschiedeten Normen ein Schwerpunkt zu. Neben weiteren völkerrechtlichen Instrumenten mit Bezug zum Technologietransfer wird sodann auf relevante Institutionen im Kontext des Technologietransfers eingegangen und die Rolle der UNESCO im institutionellen Gefüge herausgearbeitet. Die kritische Auseinandersetzung mit praktischen Technologietransferprojekten und -programmen bildet einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit, bevor ein Fazit gezogen und Perspektiven aufgezeigt werden.

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Erstes Kapitel – Einführung

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Seit ihrem Beginn durchlief die internationale Entwicklungshilfe Höhen und Tiefen.1 Trotz aller Anstrengungen produziert immernoch ein Sechstel der Welt- bevölkerung 78 Prozent der Waren und Dienstleistungen und bezieht 78 Prozent des weltweiten Einkommens – im Durchschnitt 70 US-Dollar am Tag.2 Drei Fünftel der Weltbevölkerung hingegen verdient in den 61 ärmsten Ländern der Welt nur sechs Prozent des weltweiten Einkommens und muss von weniger als zwei US-Dollar am Tag leben. Darüber hinaus sterben in den reichen Ländern sieben von 1000 Kindern bevor sie das fünfte Lebensjahr erreicht haben, wäh- rend es in den armen Ländern derer 90 sind. Davon ungeachtet ist die Zahl der Menschen in extremer Armut (Lebensgrundlage weniger als ein US-Dollar pro Tag) durch die 90er Jahre hindurch mit rund 1,2 Milliarden stabil geblieben und ist seither erstmals unter die Grenze von einer Milliarde gefallen.3 Die extreme und größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich zu schmälern wird die vor- rangige Herausforderung des 21. Jahrhunderts sein. Mehr denn je bestimmen in der heutigen Zeit gegenseitige Abhängigkeiten die Weltordnung. Offene Grenzen, Fortschritte in Technologie und Kommunika- tion,4 wirtschaftliche Verflechtungen und die gemeinsame Abhängigkeit von knappen Rohstoffen lassen die Welt enger zusammenwachsen. Gleichzeitig be- rühren die Kernprobleme vieler Entwicklungsländer – Armut, soziale Ungerech- tigkeit, geringe Bildungschancen, Kriege und Unterdrückung – zunehmend auch die Zukunftschancen der Industrieländer und der Welt insgesamt.5 1 Vgl. dazu etwa M. Rahman, World Economic Issues at the United Nations – Half...

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