Show Less

Haftung von Suchmaschinenbetreibern

Series:

Armin Kühne

Das Buch erörtert die Frage, inwieweit die verweisende Tätigkeit der Betreiber von Suchmaschinen im World Wide Web zivilrechtliche Haftung zu begründen vermag. Mit Fokus auf das Recht des gewerblichen Rechtsschutzes und das Urheberrecht wird die Haftung von Suchmaschinenbetreibern als Täter sowie Störer behandelt. Schließlich entwirft der Verfasser den Vorschlag einer Privilegierungsnorm in Form einer Ergänzung des Telemediengesetzes.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Kapitel 6: Haftung für die Bildersuche

Extract

A: Bestimmung der Schutzwürdigkeit Es bedarf zunächst der Erörterung, inwiefern der Bildersuche die gleiche so- ziale Nützlichkeit attestiert werden kann wie der Websuche. So bezweifelt et- wa das LG Hamburg die Ebenbürtigkeit der Schutzwürdigkeiten von Bilder- und Websuche, und ist damit nicht allein505. Während die Websuche fraglos unverzichtbare Strukturierungswirkung auf das gesamte Medium hat, wirkt die Bildersuche auf Anhieb tatsächlich verzichtbarer. Der Grund für das gefühlte Gefälle in der Schutzwürdigkeit ist die Natur der vermittelten Informationen sowie ihre Dichte. Die Bereicherung der Gesellschaft als kultureller Gemein- schaft durch das World Wide Web besteht zuvörderst in der Demokratisierung von Wissen durch die Eröffnung von freiem Zugang zu Informationen. Den Modi der Übermittlung dieser Informationen steht man indes nicht vorurteils- frei gegenüber, wie das LG Hamburg beweist. Dem geschriebenen Wort wird instinktiv ein praktischerer und unmittelbarerer Nutzen zugesprochen als dem Bildlichen, denn während sich durch Sprache zumindest näherungsweise eine hinlänglich uniform verständliche Idee aller denkbarer Sinneseindrücke ver- mitteln lässt, haftet dem bildlich Darstellenden eine stärkeres Element der Äs- thetik an. Dem kann zum Einen entgegnet werden, dass technische Skizzen oder so genannte „mind maps“ mitunter mehr als die sprichwörtlichen tausend Worte sagen. Zum Anderen entzieht sich gerade die Ästhetik der bildlichen Darstellung hartnäckig der Erfassung durch beschreibende Worte, und ist ge- rade aufgrund dieser individuellen Stärke kulturell wertvoll. Das geschriebene Wort mag den Ruf der größten...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.