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Hunde als therapeutische Weggefährten

Gespräche mit Experten über Therapiebegleithunde im therapeutischen Kontext in Theorie und Praxis

Iris Kuhn

Welches therapeutische Potenzial steckt in ausgebildeten Therapiebegleithunden? Im Buch wird der «Werdegang» vom Wolf bis zum Therapiebegleithund skizziert, wobei der Schwerpunkt der Betrachtung auf der historisch gewachsenen Mensch-Hund-Beziehung liegt. Beschrieben wird die Ausbildung von Therapiebegleithunden und ihrer Hundeführer, gefolgt von einer Betrachtung der ethischen Vertretbarkeit. Eine Auswahl vorhandener Forschungsergebnisse wird vorgestellt, die sich auf Hunde im therapeutischen Kontext bezieht, sowie allgemeine wissenschaftliche Erklärungsmodelle zur Mensch-Tier-Beziehung, zu Wirkmechanismen in der tiergestützten Therapie und zur Mensch-Hund-Kommunikation. Gespräche mit Praktikern (Experten), die ihre ausgebildeten Hunde beruflich einsetzen, runden das Bild ab. Die methodische Basis bildet «das persönliche Gespräch als Weg in der psychologischen Forschung» nach Langer (2000) sowie ergänzend als weitere qualitative Forschungsmethode das Experteninterview. Als Gesamtergebnis zeigt sich, dass Therapiebegleithunde kein Heilmittel an sich darstellen, aber als Katalysator in der therapeutischen Beziehung wirken. Sie können Klienten bei der persönlichen Selbsterkenntnis helfen und deren Heilungsprozesse begleitend unterstützen.

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6 Einige Gedanken zur Ethik und zumTierschutz

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73 6 Einige Gedanken zur Ethik und zum Tierschutz Olbrich wirft zur Ethik der Mensch-Tier-Beziehung folgende Fragen auf: „Welche Pflichten sollen Menschen beim Umgehen mit Tieren beachten? Wie wollen wir sein und wie wollen wir zusammen mit Tieren ein für alle Be- teiligten gutes Leben verwirklichen? Und: Welche sozialen und ökonomi- schen Bedingungen machen ein Zusammenleben von Menschen mit Tieren möglich, ja, sogar optimal?“ (Olbrich 2003, S. 32). Otterstedt verweist in diesem Zusammenhang auf den Respekt gegenüber Tieren: „Der Respekt gegenüber Tieren beginnt mit der Frage: Haben/wollen wir, der Einzelne, die Gesellschaft, die Kultur, die Forschung eine Es - oder ha- ben/wollen wir eine Du-Beziehung zu den Tieren? Was können wir uns z.B. wirtschaftlich, gesellschaftlich, wissenschaftlich, weltökonomisch, was kön- nen wir uns aber vor allem auch moralisch-ethisch leisten? Es scheint, als bräuchten wir Menschen einen guten Grund, dem Tier Respekt zu zollen“ (Otterstedt 2003, S. 30 f). Ebenso erwähnt sie: „Nicht allein der Respekt vor dem wilden, unbändigen und gefährlichen Tier ist an dieser Stelle gemeint. Vielmehr der Aufbau eines Respekts des Men- schen gegenüber der Natur, in der er selber Teil des Ganzen ist. Und auch der Respekt gegenüber dem domestizierten Tier ist gemeint: Respekt in ei- ner vertrauensvollen Beziehung zwischen Mensch und Tier zum gegenseiti- gen Nutzen. (.…) Die Verantwortung aber trägt der Mensch, der das Tier domestizierte, es so von sich abhängig machte und ihm damit in der Regel die Überlebenschance in freier...

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