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Hunde als therapeutische Weggefährten

Gespräche mit Experten über Therapiebegleithunde im therapeutischen Kontext in Theorie und Praxis

Iris Kuhn

Welches therapeutische Potenzial steckt in ausgebildeten Therapiebegleithunden? Im Buch wird der «Werdegang» vom Wolf bis zum Therapiebegleithund skizziert, wobei der Schwerpunkt der Betrachtung auf der historisch gewachsenen Mensch-Hund-Beziehung liegt. Beschrieben wird die Ausbildung von Therapiebegleithunden und ihrer Hundeführer, gefolgt von einer Betrachtung der ethischen Vertretbarkeit. Eine Auswahl vorhandener Forschungsergebnisse wird vorgestellt, die sich auf Hunde im therapeutischen Kontext bezieht, sowie allgemeine wissenschaftliche Erklärungsmodelle zur Mensch-Tier-Beziehung, zu Wirkmechanismen in der tiergestützten Therapie und zur Mensch-Hund-Kommunikation. Gespräche mit Praktikern (Experten), die ihre ausgebildeten Hunde beruflich einsetzen, runden das Bild ab. Die methodische Basis bildet «das persönliche Gespräch als Weg in der psychologischen Forschung» nach Langer (2000) sowie ergänzend als weitere qualitative Forschungsmethode das Experteninterview. Als Gesamtergebnis zeigt sich, dass Therapiebegleithunde kein Heilmittel an sich darstellen, aber als Katalysator in der therapeutischen Beziehung wirken. Sie können Klienten bei der persönlichen Selbsterkenntnis helfen und deren Heilungsprozesse begleitend unterstützen.

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14 Persönliche Erfahrungen

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Die Erstellung dieser Forschungsarbeit hat einen langen Zeitraum mit Un- terbrechungen beansprucht. ,Zeitweise schien es mir undenkbar, diese Arbeit fertig zu stellen, da mir die miteinander zu vereinbarenden Themenkomplexe riesengroß vorka- men. Dazu kommt, dass die Themenkomplexe auch noch interdisziplinär sind. Zum einen beinhalten sie biologische Aspekte (z.B. Koevolution von Hund und Mensch), natürlich psychologische Aspekte, aber auch philoso- phische Betrachtungen (z.B. Fragen zur ethischen Vertretbarkeit von hundgestützten Interventionen). Jeder Themenkomplex für sich birgt schon genügend Potenzial für eine eigene Forschungsarbeit. Auch zeitin- tensive Irrwege musste ich in Kauf nehmen, bis meine Planung ihren Ab- schluss fand. Jedes neue Kapitel der Arbeit barg wieder eine neue Heraus- forderung. Zwischendurch auftretende leise Zweifel am Tiefgang meiner geführten Gespräche wurden zerstreut, nachdem ich die Verdichtungs- protokolle fertig gestellt hatte und dort wahre Schätze vorfand. Das Su- chen von geeigneten Gesprächspartnern, die Gespräche selbst und ihre Verschriftlichung (Transkription), das Anfertigen der Verdichtungsproto- kolle und deren Ausarbeitung waren eine enorme Fleißaufgabe. Diesem großen Arbeitsdruck standzuhalten, konnte einem anderen Gefühl Raum geben: Einem Gefühl des Zutrauens und des Stolzes in meine Fähigkeiten als Wissenschaftlerin, diese Arbeit in eigener Verantwortung und trotz teilweise erheblicher Hürden durch Ansprüche, die Familienleben und Er- werbsarbeit an mich stellten, zum Abschluss zu bringen. Eine Hürde im Schreibprozess stellte meine Erwerbsarbeit als ambulante Betreuerin für Menschen mit psychischen Schwierigkeiten dar. Mich nach dem teilweise emotional aufreibenden Arbeitsalltag wieder zu motivieren, mich...

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