Show Less

Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Film und visuelle Medien- Multimediale und transnationale Kommunikation im Barockzeitalter- Entwicklungen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und Medien nach- 1989- Literatur-Medien-Kultur im germanistischen Kontext -Mitherausgeber

Series:

Edited By Franciszek Grucza, Miroslawa Czarnecka, Carsten Gansel, Ryozo Maeda and Jacek Rzeszotnik

Der Band enthält die Beiträge von vier Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Die Vorträge der Sektion Film und visuelle Medien (betreut und bearbeitet von Ryozo Maeda, Yun-Young Choi, Anton Kaes und Rolf G. Renner) beschäftigen sich mit Film und visuellen Medien als besonders ergiebigen Forschungsbereichen, in denen neben der rein mediengeschichtlichen und -ästhetischen Innenperspektive vor allem die Schnittstellen von Literatur und Medien interdisziplinär und multiperspektivistisch untersucht werden können. Die Vorträge der Sektion Multimediale und transnationale Kommunikation im Barockzeitalter (betreut und bearbeitet von Mirosława Czarnecka, Kalina Mróz-Jabłecka, Thomas Borgstedt und Marie-Thérèse Mourey) präsentieren kultur- und medienwissenschaftlich akzentuierte Studien über die Barockzeit, die einen nicht bloß traditionsgeschichtlichen Blick entwerfen, sondern vielmehr den entschieden neuzeitlichen und modernistischen, aber auch stark modernisierungskritischen und ideologisierten Charakter dieser Zeit in kommunikationsgeschichtlicher Perspektive herausstellen. Die Vorträge der Sektion Entwicklungen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und Medien nach 1989 (betreut und bearbeitet von Carsten Gansel, Paweł Zimniak und Elisabeth Herrmann) liefern ein sehr detailliertes, repräsentatives Bild neuer Tendenzen in der deutschen Gegenwartsliteratur. Gegen unproduktive Entgegensetzungen, wie etwa die zwischen so genannter U- und E-Literatur, wird auf die Pluralität von Formen, Gattungen und Erzählweisen hingewiesen. Daneben wird u. a. auch auf den Zusammenhang von Literatur und Geschichte, Literatur und Medien und auf die Rezeption der historischen Avantgarden in der neuesten deutschsprachigen Lyrik eingegangen. Die Vorträge der Sektion Literatur-Medien-Kultur im germanistischen Kontext (betreut und bearbeitet von Jacek Rzeszotnik, Rita Calabrese, Michael Feldt und Roberto Simanowski) reflektieren literatur-, kultur- und medienästhetische Probleme oder setzen sich mit hermeneutischen Fragen im Bereich digitaler Texte (Typologie von ästhetischen Interfaces als Konstitutiva translatorischer intermedialer Übergänge, Charakteristik von ästhetischen Transformationen im Prozess der intermedialen Translation, kulturschaffende Funktion der elektronischen und netzbasierten Literatur, «Liberatur» als Interaktion zwischen literarischem Text und seiner konkreten Darbietung, wechselseitige Durchdringung von Literatur und Medien) auseinander.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Sektion (36). Film und visuelle Medien. Betreut und bearbeitet von Ryozo Maeda, Yun-Young Choi, Anton Kaes und Rolf G. Renner

Extract

Sektion (36) Film und visuelle Medien Betreut und bearbeitet von Ryozo Maeda, Yun-Young Choi, Anton Kaes und Rolf G. Renner Einleitung RYOZO MAEDA, YUN-YOUNG CHOI, ANTON KAES, ROLF G. RENNER Im Rahmen einer kulturwissenschaftlich orientierten Germanistik erweisen sich Film und visuelle Medien als besonders ergiebige Forschungsbereiche, wenn neben der rein mediengeschichtlichen und -ästhetischen Innenperspek- tive vor allem die Schnittstellen von Literatur und Medien interdisziplinär und multiperspektivistisch untersucht werden. Am Film lassen sich kulturelle Prozesse des 20. Jahrhunderts, in denen die durch Medientechnik ermöglichte und zugleich beeinflusste Visualisie- rung von Wahrnehmungs- und Vorstellungsformen mehr und mehr bestim- mend wurde, paradigmatisch beobachten. Der Film ist zugleich das Medium, das wie kein Zweites zentrale Voraussetzungen und Muster für die Genese kollektiver Gedächtnisse geprägt hat und immer noch mit prägt. Vor der kulturwissenschaftlichen Wende in Deutschland, in der das kulturelle Ge- dächtnis zu einem Leitbegriff der Neuorientierung avancierte, hatte sich die deutsche Filmgeschichtsschreibung bereits diesen Zusammenhängen zuge- wandt: Neben der politischen Instrumentalisierung des Films – zumal unter dem NS- und dem DDR-Regime – und dem Widerstand dagegen sind dabei das filmisch dargestellte Selbst- und Fremdbild, die Visualisierung kollekti- ver Identitäten, die filmische Indienstnahme und das Recycling des Mythi- schen und Monumentalen zu thematischen Schwerpunkten geworden. Darüber hinaus kann die Filmgeschichte auch als Filmkulturgeschichte konzipiert werden. Dabei soll die deutschsprachige Filmkultur vor ihrem spezifischen soziokulturellen Hintergrund (die Entwicklung der Filmindus- trie, der filmischen Institutionen wie Filmkritik usw.) aus einer integrativen Perspektive von Mediengeschichte und Mediensoziologie untersucht...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.