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«Und Faustens Silhouette in der Ferne»

Beiträge zu Poetik und Linguistik: Deutsch – Russisch

Larissa Naiditsch

Die im Buch versammelten Aufsätze befassen sich mit Themen aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Stilistik und der Analyse des poetischen Textes. Das sind z.B. der Zusammenhang zwischen Grammatik und Poetik, die Theorie der Übersetzung und die historische Lexikologie. Die Autorin geht Roman Jakobsons Frage nach, was eine verbale Botschaft zu einem Kunstwerk macht. Sie beleuchtet auch wechselseitige Widerspiegelungen zwischen deutscher und russischer Sprache und Literatur, z.B. anhand der Übersetzungen von V.A. Žukovskij, der Einwirkung Ossip Mandelstams auf Paul Celan, der russischen und deutschen Ethno-Adjektive und des Geschicks der russischen Germanistik während des Zweiten Weltkriegs. Die Erforschung der Dialekte und der Geschichte der Russlanddeutschen bildet einen selbständigen Abschnitt.

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Deutsche Kolonien in Russland:Beiträge zur Erforschung der Sprache und Kultur

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167 Deutsche Kolonien in Russland: Beiträge zur Erforschung der Sprache und Kultur Geschichte, Dialekte und Kultur der Russlanddeutschen. Deutsche Kolonien in Russland: Siedlungen bei St. Petersburg 1. Einführung: Die Gründung der deutschen Kolonien im 18. Jahrhundert Die erste Welle der Ansiedlung der deutschen Bauern in Russland geht auf die 60er Jahre des 18. Jahrhunderts zurück. Den Anstoß dazu gaben die Manifeste der russischen Zarin Katharina II. aus den Jahren 1762 und 1763. Im Manifest vom 4. Dezember 1762 wurden die Grundprinzipien der neuen Politik des Staa- tes formuliert: Den Ausländern „aus verschiedenen Nationen, außer Juden“ wur- de es gewährt, „sich im Russischen Reich niederzulassen“. Außerdem wurde die Rückkehr der Personen erlaubt, die unter der vorherigen Regierung das Land verlassen hatten. Diesem Dokument folgte ein Zirkular vom 7. Januar 1763, in dem das Kollegium für Auswärtige Angelegenheiten die russischen Diplomaten beauftragte, das Manifest zu veröffentlichen und in Europa zu verbreiten. Am 22. Juli 1763 wurden zwei Gesetze verkündet: der Erlass über die Gründung der Vormundschaftskanzlei für ausländische Ansiedler und das Manifest über die den ausländischen Ansiedlern zu gewährenden Privilegien. Nach dem Letzteren wurde es allen Ausländern gestattet, in das russische „Reich zu kommen, um sich in allen Gouvernements, wo es einem jeden gefällig, häuslich niederzulas- sen“. Den Zuwanderern wurden zahlreiche Privilegien versprochen, so z.B. Reli- gionsfreiheit „nach ihren Kirchen-Satzungen und Gebräuchen“, Steuer- und Ab- gabefreiheit während der ersten...

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