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Gustav Mahlers Zehnte Symphonie

Entstehung, Analyse, Rezeption

Jörg Rothkamm

Diese Arbeit wurde mit dem Karl Heinz Di tze-Preis der Universität Hamburg ausgezeichnet.
Obwohl Gustav Mahlers Entwurf zu einer Zehnten Symphonie im Particell durchgehend ausgeführt ist, galten große Teile des Instrumentalwerks lange als skizzenhaft und unfertig. Die gründliche Analyse des Notentextes zeigt nun, dass die Form aller fünf Sätze wie auch der Gesamtanlage symphonisch ausgestaltet ist. Mahler entwickelte in diesem Werk nicht nur seine motivische Variantentechnik weiter, sondern hat auch – mehr noch als in der Neunten Symphonie – in rhythmischer, harmonischer und formaler Hinsicht Teil am Aufbruch der musikalischen Moderne um 1910. Durch die Rekonstruktion der Entstehungsgeschichte und die Einbeziehung zahlreicher, bislang unbekannter Quellen können außerdem biographische Bezüge und der Gehalt der Komposition genauer interpretiert werden. Im dritten Teil des Buches wird schließlich die gesamte Rezeptionsgeschichte des Werkes dargestellt – von den ersten Aufführungsbemühungen Alma Mahlers bis hin zu einem Vergleich der insgesamt sechs mittlerweile öffentlich aufgeführten orchestralen Gesamtfassungen.

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Vorwort

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Eine Untersuchung, die sich auf unveröffentlichte und schwer zugängliche Materialien stützt, ist nicht möglich ohne das Entgegenkommen und die Unter- stützung der besitzwahrenden Institutionen und deren Mitarbeiter. Deshalb sei hier an erster Stelle all jenen Bibliotheken und Archiven gedankt, die Auskünfte erteilt bzw. das Studium von Quellen ermöglicht und deren Abdruck gestattet haben: dem Bauhaus Archiv und der Stiftung Archiv der Akademie der Künste (beide Berlin), der Österreichischen Nationalbibliothek, der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft, dem Archiv der Wiener Philharmoniker und dem Archiv der Wiener Staatsoper (alle Wien), der Bayerischen Staatsbibliothek (München), der Bibliotheque Gustav Mahler (Paris) sowie der Pierpont Morgan Library (New York). Nicht weniger hilfreich waren die Auskünfte der Urheber der überwiegend noch nicht im Druck erschienenen Orchesterfassungen von Mahlers Zehnter Symphonie. Dafür danke ich Clinton A. Carpenter (Mt. Prospect, IL), Remo Mazzetti (Wilmington, DE), Rudolf Barshai (Ramlinsburg) und Giuseppe Maz- zuca (Ardea/Rom) ganz besonders. Stan Ruttenberg und seine Mitarbeiter vom Colorado MahlerFest (Boulder, CO) vertraten vorbildlich den verstorbenen Joe Wheeler. Bereits früher hatten mir Colin und David Matthews (London) freundlichst Auskunft über die Fassung des verstorbenen Deryck Cooke erteilt. Den Musikverlagen Hans Sikorski und Universal Edition sowie der Thomas Schmidt Artistical Consulting und der Sagra Musicale Umbra sei für die leih- weise Bereitstellung von käuflich nicht erwerbbaren Partituren sowie für die Genehmigung des auszugsweisen Abdrucks gedankt. Besonderen Anteil an der Entstehung dieser Arbeit nahmen Prof. Dr. Dr. h.c. Constantin Floros (Hamburg), Prof. Henry-Louis...

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