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Akten des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit

Sprache in der Literatur- Kontakt und Transfer in der Sprach- und Literaturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit- Die niederländische Sprachwissenschaft – diachronisch und synchronisch -Mitherausgeber: Anne Betten, Alexander Schwarz

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Edited By Franciszek Grucza, Anne Betten and Alexander Schwarz

Der Band enthält die Beiträge von drei Sektionen des Warschauer IVG-Kongresses. Die Sektion Sprache in der Literatur (betreut und bearbeitet von Anne Betten, Hans Höller und Rita Svandrlik) vereint literatur- und sprachwissenschaftliche Studien mit Schwerpunkt Sprache und Dialog in literarischen Texten. Die Beiträge bieten eine interdisziplinär und metaliterarisch ausgerichtete Analyse dichterischer Textsorten mit dem Ziel einer Integration unterschiedlicher Forschungsansätze. In den Beiträgen der Sektion Kontakt und Transfer in der Sprach- und Literaturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (betreut und bearbeitet von Alexander Schwarz, Sabine Seelbach und Gerhild Scholz Williams) wird gezeigt, wie die Grundannahmen der new philology zu wichtigen Forschungsergebnissen in der Analyse des Zusammenhangs von Text und Kontext in unterschiedlichen Ausprägungen (Intertextualitäts-, Varianz-, Performativitäts-, Performanzstudien) führen können. Dabei gelingt es, einen dialogischen Kontaktbegriff theoretisch zu begründen und empirisch zu verifizieren, der in der Inter- und Transkulturalitätsforschung operationalisiert werden kann. Die Beiträge der Sektion Die niederländische Sprachwissenschaft – diachronisch und synchronisch (betreut und bearbeitet von Philippe Hiligsmann, Stanisław Prędota und A. Agnes Sneller) demonstrieren die Vielfalt sprachwissenschaftlicher Problemstellungen der Niederlandistik sowohl in diachronischer als auch in synchronischer Perspektive.

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Sektion (51). Kontakt und Transfer in der Sprach- und Literaturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Betreut und bearbeitet von Alexander Schwarz, Sabine Seelbach und Gerhild Scholz Williams

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Sektion (51) Kontakt und Transfer in der Sprach- und Literaturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit Betreut und bearbeitet von Alexander Schwarz, Sabine Seelbach und Gerhild Scholz Williams 192 Alexander Schwarz, Sabine Seelbach und Gerhild Scholz Williams: Einleitung Die Literatur- und Sprachwissenschaft der Gegenwart erkundet und überwin- det unter dem Stichwort new philology auf vielfältige Weise die Grenzen zwischen Text und Kontext. So öffnet sie den Text zu Vorgängern (Intertex- tualität) und Nachfolgern (Varianz). Sie spürt dem materiellen und körperli- chen Ausdruckspotential (Performativität) und den Aktualisierungen in ver- schiedenen Epochen nach (Performanz). Sie setzt die aktuelle oder zudem konzeptuelle Schriftlichkeit des handschriftlichen oder gedruckten Textes in Beziehung zu den Medien Mündlichkeit (sprachliche und musikalische) und Bildlichkeit (Körpersprache wie Abbildung). Sie sucht nach Spuren seiner sozialen Konstruktion, Transmission, Rezeption und Transformation (offener und geschlossener Text, Autorstatus, Autorisierung und Zensur, Netzwerke, Genese einer Öffentlichkeit). Damit stellt sie dem individualen Kontaktbe- griff der traditionellen Transferlinguistik (der mehrsprachige Mensch als Ort des Sprachkontaktes, die Rolle des Übersetzens) einen dialogischen gegen- über, wie er neueren literaturwissenschaftlichen Konzepten von Kultur (so- wie von Inter- und Transkulturalität) und linguistischen des Transfers (in der bis heute primär gegenwartsorientierten Transferwissenschaft) entgegen kommt. Es erschien an der Zeit, diese Vielfalt in einem Versuch der Zusammen- schau kritisch auf ihre Tragfähigkeit als gemeinsame Basis zukünftiger Sprach- und Literaturgeschichte hin zu prüfen. Das sollte in der Sektion durch die Verknüpfung von Theorie- und Korpusarbeit geleistet werden. Einzelne...

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