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Translationswissenschaft: Alte und neue Arten der Translation in Theorie und Praxis - Translation Studies: Old and New Types of Translation in Theory and Practice

Tagungsband der 1. Internationalen Konferenz TRANSLATA «Translationswissenschaft: gestern – heute – morgen», - 12.-14. Mai 2011, Innsbruck- Proceedings of the 1 st International Conference TRANSLATA «Translation & Interpreting Research: yest

Series:

Edited By Lew Zybatow, Alena Petrova and Michael Ustaszewski

Die 2011 neugegründete Innsbrucker Konferenzserie TRANSLATA wurde mit einer überwältigenden internationalen Beteiligung von Translatologen aus aller Welt zu einem der größten Kongresse der Disziplin. Der Band enthält eine Auswahl von 60 Beiträgen zu Fachübersetzen – Terminologie – Translationstechnologie, zum Literarischen Übersetzen, zur Audiovisuellen Translation, zum Dolmetschen sowie zur Translation aus Sicht der Berufspraxis.
The TRANSLATA conference series, established in 2011 in Innsbruck, attracted an unbelievably large number of international participants, thus becoming one oft he largest conferences on Translation Studies in the world. This volume contains 60 publications of selected contributions on specialised translation – terminology – translation technology, on literary translation, audiovisual translation, interpreting and on professional aspects in translation and interpreting.

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Plenarvorträge. Plenary Lectures

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Plenarvorträge Plenary Lectures LITERATURÜBERSETZEN IN ÖSTERREICH VON 1918 BIS HEUTE Wolfgang Pöckl, Innsbruck (Österreich) 1. Historischer Hintergrund Mit der Auflösung des Deutschen Bundes nach der Schlacht bei Königgrätz im Jahr 1866 erhalten die zwei großen Staaten Preußen und Österreich auch sprach- lich-kulturell jeweils ein schärferes Profil. Das Königreich Preußen mit knapp 90% deutschsprachiger Bevölkerung (die einzige numerisch namhafte Minder- heit sind die Polen) steht einem Vielvölkerstaat gegenüber, der ab 1867 offiziell österreichisch-ungarische Monarchie heißt und später wegen seiner ethnischen und sprachlichen Vielfalt von manchen Kulturhistorikern als eine Art Präfigu- ration der Europäischen Union betrachtet wurde. Wenn man sich dagegen die übersetzungstheoretische Reflexion und die prakti- sche Übersetzungstätigkeit, die im deutschen Sprachraum von der Goethezeit bis zum Ende des 19. Jh. geleistet wird, vor Augen hält, so lässt sich unschwer fest- stellen, dass in Österreich in dieser Phase verwunderlicher Weise außerhalb der administrativ-juristischen und der schulischen Domäne nur wenig übersetzt wird. Insbesondere zwischen den Literaturen Kakaniens, wie das Staatsgebilde seit Robert Musil gern genannt wird, findet Übersetzung kaum statt, aber auch sonst sind namhafte übersetzerische Leistungen äußerst spärlich. Die Übersetzungsge- schichte des gesamten 19. Jh. wird hauptsächlich in Berlin geschrieben, während Österreichs Stimme in diesem Konzert nahezu unhörbar bleibt. 2. Von der Jahrhundertwende zur Zwischenkriegszeit Dieser sehr vereinfachte und komprimierte Vorspann hat natürlich den Zweck, den Kontrast zum 20. Jh. besonders deutlich...

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