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Die «hypothèque rechargeable» – eine wiederaufladbare Hypothek als Grundschuld «à la française»?

Eine Analyse der französischen «hypothèque rechargeable» durch Vergleich mit den deutschen Grundpfandrechten

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Alexander Baumann

In Frankreich wurde 2006 die hypothèque rechargeable eingeführt. Die vorliegende Arbeit untersucht dieses neue Sicherungsinstrument und vergleicht es mit den deutschen Grundpfandrechten. Bei der Betrachtung der Entstehungsgeschichte und der rechtlichen Ausgestaltung zeigen sich konzeptionelle Besonderheiten. Die hypothèque rechargeable erlischt nicht mit der gesicherten Forderung, sondern kann durch «Wiederaufladung» weitere Forderungen sichern. Anders als bei der Grundschuld wurde bei ihr die akzessorische Bindung an die gesicherte Forderung jedoch nicht vollständig aufgehoben. Die hypothèque rechargeable ähnelt damit der deutschen Hypothek, nicht der Grundschuld. Ihr Konzept weist einige Schwächen auf. Es ist ungewiss, ob die Praxis diese Hypothekenform annehmen wird.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung.............................................................................................................1 A. Vorüberlegungen.......................................................................................1 I. Im Westen etwas Neues?........................................................................1 II. Gegenstand und Gang der Untersuchung.............................................3 B. Klärung einiger Grundbegriffe der Untersuchung....................................4 I. Wiederaufladbarkeit und Wiederverwendbarkeit...................................4 II. Akzessorietät.........................................................................................5 III. Zusammenhang zwischen Bestimmtheit und Akzessorietät...............8 IV. Abstraktionsprinzip, Konsensprinzip und Akzessorietät.....................9 Teil 1 Die Beweggründe für die Einführung der wiederaufladbaren Hypothek Kapitel 1 Die vertragliche Hypothek vor der Reform von 2006 § 1: Überblick zu den Sicherheiten an Grundstücken...............................13 A. Vielfältige Sicherungsformen an Grundstücken.....................................13 I. Vertragliche Hypothek (hypothèque conventionnelle).........................13 II. Nutzungspfandrecht (antichrèse)........................................................13 III. Sicherungsrechte kraft Gesetzes........................................................14 1. Gesetzliche Hypothek (hypothèque légale).....................................14 2. Spezialimmobiliarprivileg (privilège spécial immobilier)..............15 3. Generalprivileg (privilège général).................................................16 IV. Richterliche Hypotheken (hypothèques judiciaires)..........................16 V. Eigentum als Kreditsicherheit.............................................................17 1. Immobilienleasing (crédit bail immobilier)....................................17 2. Eigentumsvorbehalt (clause de réserve de propriété)......................17 3. Verkauf mit Rückkaufsrecht (vente à rémerer)...............................18 VI. Vielfältige Grundpfandrechtsformen im deutschen Recht................18 X Inhaltsverzeichnis B. Die Bedeutung der vertraglichen Hypothek in der Praxis......................19 I. Heterogenität der französischen Kreditsicherungspraxis.....................19 1. Überblick zur historischen Entwicklung.........................................19 2. Der Bedeutungsverlust der vertraglichen Hypothek.......................20 II. Monopolisierung im deutschen Recht durch die Grundschuld...........22 1. Historische Gründe für die Vielfalt im deutschen Recht.................22 2. Die Sicherungsgrundschuld als die praxisbestimmende Sicherheit 23 § 2: Gründe für den Bedeutungsverlust der vertraglichen Hypothek......25 A. Bisherige Grundstrukturen.....................................................................25 I. Bestellung der Hypothek......................................................................25 1. Dogmatische Unterschiede bei der Bestellung................................25 a. Bestellungsvorgang.....................................................................25 b. Drittwirksamkeit durch Registereintragung................................26...

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