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Die Entstehung der Verfassungen der dänischen Monarchie (1848-1849)

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Sönke Loebert, Okko Meiburg and Thomas Riis

Der im Jahre 2004 in Kopenhagen entdeckte Entwurf einer Gesamtverfassung für das Königreich Dänemark und die Herzogtümer Schleswig und Holstein aus den ersten Monaten des Jahres 1848 wird hier in einer textkritischen Edition vorgelegt. Neben ihm werden die Verfassungen Schleswig-Holsteins, Lauenburgs und Dänemarks 1848-1849 gedruckt, die als Basis für die vergleichende Untersuchung des Entwurfes und der Verfassungen Dänemarks und Schleswig-Holsteins dienen. Eine Einführung in die Problematik und den historischen Hintergrund rundet die Darstellung ab.

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Staatsgrundgesetzfür die Herzogthümer Schleswig-Holstein

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245 Staatsgrundgesetz für die Herzogthümer Schleswig-Holstein Nachdem kraft des mit Zustimmung der vereinigten Schleswig-Holsteinischen Ständeversammlung erlassenen Wahlgesetzes vom 13. Juli d. J. alle mündigen Staatsbürger jeden Standes aufgefordert waren, Abgeordnete für eine neue volks- vertretende Versammlung zu berufen, um in Uebereinstimmung mit der Landesre- gierung die Verfassung des Landes festzustellen; nachdem ferner die solchergestalt gewählte, am 15. August d. J. zusammengetretene Landesversammlung nach vor- gängiger Berathung und Beschlußnahme, auch nach bewirkter Verständigung mit der provisorischen Regierung über mehrere einzelne Artikel das gegenwärtige Staatsgrundgesetz zur Genehmigung vorgelegt hat und solchem am 9. d. M. von der provisorischen Regierung Namens des Landesherrn ihre Zustimmung ertheilt wor- den: So wird gegenwärtiges Gesetz als Grundgesetz für die Herzogthümer Schles- wig-Holstein hierdurch zur öffentlichen Kunde gebracht. I. Vom Staatsgebiet. Art. 1. Die Herzogthümer Schleswig-Holstein sind ein einiger, untheilbarer Staat. Art. 2. Jede Veränderung der Gränzen des Staatsgebiets enthält eine Aenderung der Verfassung. II. Vom Verhältniße zu Deutschland. Art. 3. Die Herzogthümer Schleswig-Holstein sind ein Bestandtheil des deutschen Staatsverbandes. Art. 4. Die Verfassung Deutschlands, wie sie jetzt ist, oder künftig sein wird, findet auf die Herzogthümer ihre volle und unbeschränkte Anwendung. 246 Art. 5. Die für ganz Deutschland oder die Herzogthümer insbesondere von den ge- genwärtigen oder zukünftigen verfassungsmäßigen Gewalten Deutschlands erlasse- nen oder zu erlassenden Gesetze und Anordnungen sind für die Schleswig- Holsteinischen Staatsgewalten und...

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