Show Less

Die Bedeutung der Wirtschaft

Ein Weg aus der Knechtschaft

Wolfgang Senz

Die Marktwirtschaft, wie sie bisher in Form der Neoklassik in der Geschichte Realisierung gefunden hat, ist als reduktionistische Konstruktion zurückzuweisen bzw. ist fortgesetzt zu einem adäquaten Verstehen von Wirtschaft und ihrer Bedeutung vorzudringen. Dieses Vordringen, das die Marktwirtschaft nicht verlässt (!), muss von einer konsequent philosophischen – dialektischen – Argumentation getragen sein, der es alleine zukommt, die Menschen ihrer Würde gemäß betrachten zu können. Die Neoklassik verweigert den Diskurs mit der dialektischen Philosophie, da sie anders ihre begründungstheoretischen Defizite nicht maskieren kann. In Form der Position J. M. Keynes’ ist der bisher geschichtlich realisierten Marktwirtschaft ein Denken erwachsen, das den Weg zu dem adäquaten Verstehen der Bedeutung der Wirtschaft aus ökonomischer Perspektive vorzeigt. Dieses Buch skizziert, wieso die Bedeutung der Wirtschaft notwendig aus einer philosophischen Argumentation heraus zu verstehen ist, wie diese aussieht, wie sie mit der fachwissenschaftlich-ökonomischen Argumentation zu verknüpfen ist und wieso es Keynes’ Position ist, die hierbei mit der philosophischen Argumentation zu verflechten ist.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

1 Einleitung

Extract

1.1 Die Notwendigkeit für ein grundsätzliches Umdenken Das vorliegende Buch versucht zu zeigen, dass die gegenwärtige Gesellschaft von einem tiefgreifenden Reduktionismus geprägt ist, zum Schaden der diese Gesellschaft bildenden Menschen. Unmittelbarer Ausdruck hiervon ist die Aus- richtung auf eine freie Marktwirtschaft im Namen einer Aufklärung, die dem Menschen suggeriert, sich seiner rationalen Fähigkeiten bewusst sein zu sollen bzw. sie im Rahmen der Erforschung der Welt einzusetzen. „Welt“ meint hier- bei das Seiende, wie es mittels den Sinnesorganen wahrgenommen wird, also das „Diesseits“, wie aus der Sicht der von der Aufklärung zurückgedrängten metaphysisch-religiösen Denkweise wohl zu sagen ist, auch wenn dies aus der Perspektive der Moderne insofern keinen Sinn macht, als dem Diesseits in der Moderne das Jenseits abhanden gekommen ist, also nicht „dies“seits ist, sondern „alles“ ist. – Der Aufruf zum kritischen Nachdenken, wie ihn sich die aufgeklärte Moderne auf ihre Fahnen heftet, ist tatsächlich aufzugreifen, und es ist daher umso beachtenswerter, dass die Moderne diesen Aufruf, wie zu zeigen sein wird, pervertiert. Im Rahmen hiervon versucht das vorliegende Buch zu zeigen, dass zwar keines- falls ein Zurück zu vergangenen geschichtlichen Ausgestaltungen metaphysisch- religiöser Gesellschaftsstrukturen verfochten werden darf, dem gegenwärtig dominierenden aufgeklärt-modernen Denken hieraus aber keine Möglichkeit zu seiner Legitimation erwächst. Dieses Denken ist, ganz gleich wie es um seine historischen Vorgänger bestellt gewesen ist, nicht in der Lage, die Menschen als Personen und somit gemäß ihrer Würde – wie sie...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.