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Perspektiven mediativer Kompetenzentwicklung

Eine explorative Studie zur retrospektiven Evaluation einer Mediationsausbildung durch interkulturell arbeitende Kräfte aus sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern

Doris Klappenbach

Dieses Buch widmet sich der Frage, wie die Ausbildung von Mediation und Mediativer Kommunikation (insbesondere im universitären Kontext) einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung von sogenannten Schlüsselkompetenzen leisten kann. Die mit der These «Mediation für interkulturelle Kompetenz» zusammengefassten Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit einer Mediationsausbildung bestätigen: Die Kompetenzerweiterung zum Umgang mit Diversität als eine klassische Überschneidungssituation liegt im gleichstellungsorientierten Reflektieren und dem allparteilichen Wertschätzen der emotionalen und sozialen Bindung an den jeweiligen kulturellen und personenimmanenten Hintergrund. Mediationsausbildung trägt dazu bei, die Ambiguitätstoleranz zu stärken, Toleranz und Souveränität im Umgang mit schwierigen und in konfliktreichen Situationen zu fördern.

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Einleitung

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„Mediation für interkulturelle Kompetenz“ Dieses Buch fokussiert Inhalte, Ergebnisse und Schlussfolgerungen einer explo- rativen Studie zur retrospektiven Evaluation einer Mediationsausbildung durch Kräfte aus dem sozialen und pädagogischen Arbeitsbereich. Der Titel „Mediati- on für interkulturelle Kompetenz“1 verweist bereits auf den Blickwinkel, aus dem dieses Buch geschrieben ist: Es geht um Kompetenzentwicklung und kon- kret um Möglichkeiten interkultureller Kompetenzentwicklung, die sich im Rahmen einer Mediationsausbildung umsetzen lassen. Die theoretische und praktische Arbeit mit diesem Thema führt mir immer wieder vor Augen, dass durch Mediationsausbildung bei den Teilnehmenden ein Prozess der Entwick- lung von mediativer Kompetenz angeregt werden kann, über den sie zu Inter- kultureller Kompetenz gelangen und dass man diesen Prozess konzeptionell ge- zielt unterstützen und verstärken kann. Vor inzwischen mehr als 10 Jahren begann ich, mich unter der Überschrift „Mediative Kommunikation“ der Theorie und Praxis sowie gezielt Studien- und Ausbildungskonzepten zum Umgang mit Diversität zu widmen. Die bis heute in diesem Zusammenhang zur Verfügung gestellten Konzepte und Veröffentli- chungen möchte ich nun um einen interessanten weiteren Teil meiner Untersu- chungsergebnisse aus der Beschäftigung mit dem Zusammenhang zwischen Me- diation und interkultureller Kompetenz ergänzen.2 Der in der Studie qualitativ untersuchten These „Mediation für Interkulturelle Kompetenz“ gingen bereits Anfang 2001 die folgenden Beobachtungen voraus: Das Konstrukt Interkulturelle Kompetenz wurde in der sozialen und pädagogi- schen Arbeit als Schlüsselkompetenz gehandelt und nachgefragt. Unter den Me- diationsausbildungsinteressent/inn/en befanden sich auffällig viele Mitarbeitende aus dem sog. interkulturellen...

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