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Perspektiven mediativer Kompetenzentwicklung

Eine explorative Studie zur retrospektiven Evaluation einer Mediationsausbildung durch interkulturell arbeitende Kräfte aus sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern

Doris Klappenbach

Dieses Buch widmet sich der Frage, wie die Ausbildung von Mediation und Mediativer Kommunikation (insbesondere im universitären Kontext) einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung von sogenannten Schlüsselkompetenzen leisten kann. Die mit der These «Mediation für interkulturelle Kompetenz» zusammengefassten Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit einer Mediationsausbildung bestätigen: Die Kompetenzerweiterung zum Umgang mit Diversität als eine klassische Überschneidungssituation liegt im gleichstellungsorientierten Reflektieren und dem allparteilichen Wertschätzen der emotionalen und sozialen Bindung an den jeweiligen kulturellen und personenimmanenten Hintergrund. Mediationsausbildung trägt dazu bei, die Ambiguitätstoleranz zu stärken, Toleranz und Souveränität im Umgang mit schwierigen und in konfliktreichen Situationen zu fördern.

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2 Die Bewertung der Kompetenzentwicklung mit Hilfe von Mediationsausbildung durch Agierende sozialer und pädagogischer Handlungsfelder

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Die nachfolgend zusammengestellten Ergebnisse der Interviews werden erst zu den in den Forschungshypothesen formulierten Themen und schliesslich zu aus- gewählten Forschungsfragen gebündelt. Ergänzt wurden Forschungsfragen, die möglicherweise dabei helfen, Mediationsausbildungen weiterhin zu optimieren und die Entwicklung von Diversity-Kompetenz (vgl. Klappenbach 2009a; 2010) im weiteren Bereich zu begünstigen. 2.1 Ergebnisse zur Themenstellung der Forschungshypothesen Die Aussagen aus den Interviews werden in Zuordnung zu den einzelnen For- schungshypothesen und soweit möglich Person für Person zusammengefasst.32 Forschungsthemen im Überblick • Mediative interkulturelle Kompetenz als Schlüsselkompetenz im pädago- gischen Arbeitsfeld (Hypothese 1) • Steigerung von Ambiguitätstoleranz, Toleranz und Souveränität im Um- gang mit schwierigen und konfliktreichen Situationen durch Mediations- ausbildung (Hypothese 2) • Bedarf an beruflicher Qualifizierung in mediativer interkultureller Kom- petenz (Hypothese 3) • Nachfrage und Angebot im Vergleich (Hypothese 4) • Vorteile der Kompetenzvermittlung im universitären Rahmen (Hypothese 5) • Übertragbarkeit von Ergebnissen aus der internationalen Friedensfor- schung auf den nationalen bzw. regionalen Kontext (Hypothese 6) 32 Auf eine differenzierte Beschreibung der Personen wird hier zugunsten der Wahrung der An- onymität und auf Basis der Einschätzung, dass die Verwendbarkeit der Ergebnisse davon unab- hängig ist, verzichtet. Die Interviewtexte werden im Archiv des Arbeitsbereichs Mediative Kommunikation aufbewahrt. 44 An einigen Stellen im Text wird auf Übereinstimmungen und Unterscheidungen verwiesen, um subjektive Theorien, Bezüge zu konkreten Handlungsbeschrei- bungen, personale und kontextuelle Abhängigkeiten sowie Ambivalenzen und Diskussionswürdigkeit anhand der Themenstellung zu demonstrieren. Anschlie- ßend werden Schlussfolgerungen resümiert, die sich aus der...

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