Show Less

Kulturwissenschaft(en) im europäischen Kontext

Fachhistorische Entwicklungen zwischen Theoriebildung und Anwendungsorientierung

Series:

Edited By Steffen Höhne

Nachdem die Kulturwissenschaft sich als eigenständige, wenngleich nicht unumstrittene akademische Disziplin etabliert hat, scheint es an der Zeit, einen vergleichenden Blick auf die fachimmanente Entwicklung mit ihren in Europa unterschiedlichen Traditionen zu werfen. Hierzu werden aus einer interdisziplinären und transnationalen Perspektive unterschiedliche Herausbildungen der Kulturwissenschaft vorgestellt und Perspektiven einer europäischen Disziplin diskutiert.
Although cultural studies have been established as an independent, albeit not undisputed, academic discipline, it is worthwhile to trace its roots and its dissemination within several scholarly traditions. To do so, different formulations of cultural studies are presented, all of which are written from various interdisciplinary and transnational perspectives.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Carsten Winter: Das Projekt (British) Cultural Studies: Entstehungsgeschichte und Entwicklung

Extract

Carsten Winter Das Projekt (British) Cultural Studies: Entstehungsgeschichte und Entwicklung ULTURAL Studies sind eine akademische Erfolgsgeschichte. Obwohl sie kein klassisches Fach sind, gibt es unzählige Einleitungen, eine internationale Fachgesellschaft, viele Tagungen und sehr erfolgreiche Bücher und Zeitschriften. Ursprung dieser globalen Erfolgsgeschichte sind die British Cultural Studies, zu denen dreißig Jahre nach ihren Anfängen 1990 eine eigene Publikation British Cultural Studies erschien,1 als parallel in den USA auf der Konferenz Cultural Studies Now and in the Future 900 Teilneh- mer Cultural Studies in globalen, ethnischen, politischen, trans- und antidis- ziplinären Kontexten diskutiert haben. Die Konferenz, die den globalen Erfolg der Cultural Studies dokumentierte, war der Auftakt ihrer noch stärkeren Verbreitung und Ausweitung. Cultural Studies zu kommunikativen Praktiken, Institutionen und Diskursen vermitteln, wie es Rainer Winter unlängst im gleichnamigen Vorwort eines jüngeren Bandes zu den Cultural Studies formu- lierte, engagiert „zwischen Theorie und materieller Kultur sowie zwischen intellektueller Arbeit und politischem Kampf.“2 Von den zahlreichen, inzwischen realisierten und institutionalisierten Cul- tural Studies in den USA, Europa, Lateinamerika oder Asien unterscheidet sich das Projekt der British Cultural Studies vor allem durch seine insti- tutionellen und konzeptionellen Gründerväter und deren für die Entwicklung der Merkmale der Cultural Studies maßgeblichen Problemstellungen. Diese etablierten einen gemeinsamen normativen Kern. Cultural Studies sind eine eher lose, offene Sammlung normativer Kulturstudien. Ihr Plural, ihre Aus- richtung als Studies statt als Science etabliert eine neue, projektorientierte fächerübergreifende Form von Wissenschaft, deren normativer Kern die...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.