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Kulturwissenschaft(en) im europäischen Kontext

Fachhistorische Entwicklungen zwischen Theoriebildung und Anwendungsorientierung

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Edited By Steffen Höhne

Nachdem die Kulturwissenschaft sich als eigenständige, wenngleich nicht unumstrittene akademische Disziplin etabliert hat, scheint es an der Zeit, einen vergleichenden Blick auf die fachimmanente Entwicklung mit ihren in Europa unterschiedlichen Traditionen zu werfen. Hierzu werden aus einer interdisziplinären und transnationalen Perspektive unterschiedliche Herausbildungen der Kulturwissenschaft vorgestellt und Perspektiven einer europäischen Disziplin diskutiert.
Although cultural studies have been established as an independent, albeit not undisputed, academic discipline, it is worthwhile to trace its roots and its dissemination within several scholarly traditions. To do so, different formulations of cultural studies are presented, all of which are written from various interdisciplinary and transnational perspectives.

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Stephan Wolting: Kein Ort. Nirgends? Überlegungen zur Institutionalisierung einer modernen Kulturwissenschaft an polnischen Hochschulen

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Stephan Wolting Kein Ort. Nirgends? Überlegungen zur Institutionalisierung einer modernen Kulturwissenschaft an polnischen Hochschulen Einleitung NNERHALB dieses Beitrags soll das Thema Kulturwissenschaft an polni- schen Hochschulen in Forschung und Lehre betrachtet und dabei der Fra- gestellung nachgegangen werden, wie das Fach im Lehrplan vertreten ist. Die hier eingenommene Perspektive zielt auf Studienprogramme und Studi- enpläne sowohl von selbständigen Instituten der Allgemeinen Kulturwissen- schaft als auch von Lehrstühlen der Kulturwissenschaft innerhalb der Mutter- und Fremdsprachenphilologien (vorzugsweise der Germanistik, die sich oft als eine erweiterte Landeskunde verstehen). Nicht zuletzt wird das wissen- schaftliche Interesse des Verfassers im Hinblick auf die Gegenwart und Zu- kunft der Kulturwissenschaft von Kategorien gegenwärtiger neuerer wissen- schaftlicher methodischer Ansätze wie der Diskursanalyse, der Alterität, der Performativität sowie der Medien- und Kommunikationstheorie geleitet, wie sie etwa Claudia Benthien und Heinz Rudolf Velten für eine „Germanistik als Kulturwissenschaft“1 fordern, dazu von Überlegungen in Richtung auf eine Angewandte Kulturwissenschaft (ein immer noch schwer zu definierender und noch nicht abschließend definierter Begriff) bzw. im Hinblick auf eine Fremdkulturwissenschaft (ein Konzept, das in Deutschland Mitte der 80er Jahre beginnt und dann theoretisch nicht weiter verfolgt wird)2 geleitet. 1 Vgl. Claudia Benthien / Heinz Rudolf Velten: Germanistik als Kulturwissenschaft. Eine Einführung in neue Theoriekonzepte. Reinbek b. Hamburg 2002. 2 Vgl. Dieter Krusche: Die Kategorie der Fremde. In: Alois Wierlacher / Dieter Krusche: Hermeneutik der Fremde. München 1981; Munasu Duala-M’bedy: Xenologie – Die Wissenschaft vom Fremden und die Verdrängung der Humanit...

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