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Die Verhinderung der Vollendung beim strafbefreienden Rücktritt

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Sandra Koch-Schlegtendal

Der Gesetzgeber gewährt dem Täter grundsätzlich die Möglichkeit von dem Versuch einer Tat strafbefreiend zurückzutreten. Doch warum kann der Täter überhaupt zurücktreten? Wann kann er tatsächlich (noch) zurücktreten und vor allem, welche Handlungen und/oder Maßnahmen muss er konkret ergreifen, um in den Genuss der Straffreiheit bezüglich der versuchten Tat zu kommen? All diesen Fragen widmet sich dieses Buch. Der Schwerpunkt liegt hierbei insbesondere bei der Problematik, welche Qualität das Rücktrittsverhalten des Täters haben muss, damit ihm das Privileg des strafbefreienden Rücktritts zu Gute kommt. Anhand von Rechtsprechung und Literatur werden die zum Teil sehr konträren Ansichten dargestellt und einer genauen Prüfung unterzogen.

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Bei der Frage, welche Anforderungen an das Rücktrittsverhalten des Täters ge- stellt werden, fällt auf, dass die Rechtsprechung hier seit der Entscheidung des 2. Strafsenats aus dem Jahre 2002903 bereits die bloße Kausalität zwischen Rück- trittshandlung und Ausbleiben des tatbestandlichen Erfolges genügen lässt. Dies kann jedoch, gerade im Hinblick darauf, dass auch zur Begründung einer Strafe der tatbestandliche Erfolg dem Täter objektiv zurechenbar sein muss, nicht aus- reichen. Diese Ungleichbehandlung zwischen den Voraussetzungen zur Strafbe- gründung und zum strafbefreienden Rücktritt kann nicht gewollt sein und über- zeugt auch nicht. Gerade vor dem Hintergrund, dass einer der Gründe für die Möglichkeit des strafbefreienden Rücktritts die Tatsache ist, dass der Täter der Allgemeinheit durch seine Rücktrittshandlung zeigen soll, dass er auf den „rech- ten Weg“ zurückgekehrt ist, sind die von der Rechtsprechung und Teilen der Literatur geforderten geringen Anforderungen an das Rücktrittsverhalten des Täters nicht überzeugend. Im letzten Teil dieser Arbeit soll ein kurzer Gesamtüberblick zu den Proble- men erfolgen, welche sich bei der Frage des strafbefreienden Rücktritts stellen. A. Zusammenfassung I. Die Theorien bezüglich des strafbefreienden Rücktritts Bei der Frage, warum ein Täter überhaupt strafbefreiend vom Versuch zurück- treten kann, herrscht bis heute keine Einigkeit über die Rechtfertigung der Straf- freiheit. Am überzeugendsten ist eine Gesamtschau aus allen vertretenen Theo- rien, da jede Ansicht sowohl gute wie auch weniger überzeugende Ansatzpunkte in sich tr...

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