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Vertrauen und Kreditentscheidungen

Eine empirische Analyse zum Einfluss von Vertrauen in Kreditbeziehungen zwischen öffentlichen Banken und kleinen und mittelständischen Unternehmen

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Matthias Schoen

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der empirischen Analyse des Einflusses von Vertrauen auf Kreditentscheidungen in Kreditbeziehungen zwischen öffentlichen Banken und kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Dabei wird konkret untersucht, welchen Einfluss das persönliche Vertrauen des Kundenbetreuers in seinen Ansprechpartner des Unternehmens und das Vertrauen der Bank in das Unternehmen selbst einen Einfluss auf die beziehungsspezifischen Agency-Kosten und die zentralen Parameter der Kreditvergabe (Kreditzinsen, Kreditsicherheiten und Kreditverfügbarkeit) haben. Die theoretische Grundlage der Arbeit bildet die Forschungsrichtung des Relationship Bankings, in der analysiert wird, inwiefern die Intensität von Kreditbeziehungen zwischen Banken und Unternehmen einen Einfluss auf die Kreditvergabeparameter haben. Diese Arbeit greift dabei ein wesentliches Manko in dieser Forschungsrichtung auf, indem sie explizit Vertrauen als Variable zur Beschreibung des Interaktionsprozesses zwischen den handelnden Personen in der Beziehung zwischen Bank und Unternehmen analysiert.

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5. Vertrauen und Agency-Kosten

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Im folgenden Kapitel werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung hin- sichtlich des Einflusses von Vertrauen auf die spezifischen Agency-Kosten in Kreditbeziehungen präsentiert. Dabei wird im Unterkapitel 5.1 die Hypothese zum Zusammenspiel des interpersonalen Vertrauens des Kundenbetreuers und des interorganisationalen Vertrauens der Bank analysiert. Anschließend wird in Unterkapitel 5.2 der erste Hypothesenblock des Forschungsmodells mit Hilfe des PLS-Verfahrens untersucht. Zum Abschluss werden im Unterkapitel 5.3 die Be- stätigung der Hypothesen diskutiert und die Ergebnisse interpretiert. 5.1 Ergebnisse zu Vertrauen Da Vertrauen die zentrale Größe dieser Untersuchung ist, kommt ihrer Messung eine besondere Bedeutung zu. In den ersten drei Unterkapiteln wird daher das Konstrukt Vertrauen auf seine inhaltlich-semantische sowie organisationalen Di- mensionalität hin überprüft. Im letzten Unterkapitel erfolgt die Überprüfung der Hypothese zu den organisationalen Vertrauensebenen. 5.1.1 Beurteilung der Konzeptualisierung interpersonalen Vertrauens Wie in Kapitel 4.1.7 dargelegt, wird zur Schätzung von Vertrauen als mehr- dimensionalem Konstrukt das hierarchische Komponentenmodell nach Wold (1982) verwendet.889 Zur Schätzung des Konstrukts wird die Software SmartPLS verwendet.890 Die Schätzung des hierarchischen Komponentenmodells für das interpersonale Vertrauen ist in Abbildung 29 dargestellt. Die Dimensionen Wohl- wollen und Integrität wurden mit jeweils drei und zwei Indikatoren abgebildet.891 889 Vgl. Wold (1982), S. 41 f. oder Lohmöller (1989), S. 130-133. 890 Vgl. Ringle et al. (2005). 891 Der Indikator IPV4 wurde aufgrund einer geringen Indikatorreliabilität (0,33) eliminiert. Dies führt dazu, dass die Anzahl der Indikatoren für beide Vertrauensdimensionen ungleich ist und der Empfehlung...

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