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Gunther Ipsen in Leipzig

Die wissenschaftliche Biographie eines «Deutschen Soziologen» 1919-1933

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David Hamann

Diese Studie widmet sich der Aufarbeitung der «Deutschen Soziologie», die während der 1920er Jahre innerhalb völkisch-nationalistischer Kreise interdisziplinär entwickelt wurde. Der Zugang erfolgt über die biographische Annäherung an einen der Hauptakteure, den Leipziger Soziologen Gunther Ipsen. Sein Werdegang vom Frontkämpfer zum Vordenker der NS-Agrarsoziologie wird vor dem gesellschaftlichen Hintergrund der Weimarer Republik analysiert. Ipsens interdisziplinäre Theoriebildung diente der praktisch-politischen Zielsetzung eines autarken «Großdeutschlands»: Er stellte «ganzheitliche», deutsche Wissenschaft einer «zersetzenden», «westlichen» Empirie gegenüber und legte damit Grundlagen für spätere Pläne zur ethnischen «Neuordnung Europas».
Diese Arbeit wurde 2012 mit dem Förderpreis Agrargeschichte ausgezeichnet.

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Inhaltsverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis ................................................................................................... 11 Einführung ........................................................................................................................ 13 Zum Forschungsstand .................................................................................. 13 Fragestellung – Interdisziplinarität und „Innovation“ .............................. 16 Verwendete Quellen und Gliederung der Arbeit ....................................... 20 Die Jugendbewegung – Erfahrung der Gemeinschaft ................................................ 23 Einleitung ....................................................................................................... 23 Die Freie Schulgemeinde Wickersdorf – „ein neues Sparta“ ................... 26 Bindungen an die Deutsche Freischar und völkische „Deutschtumsarbeit“ der „jungen Generation“ ........................................ 29 Gestalttheorie und die „Leipziger Schule der Ganzheitspsychologie“ ..................... 35 Einleitung ....................................................................................................... 35 Ipsens Anfänge am Leipziger Institut für Kultur- und Universalgeschichte ....................................................................................... 35 Ursprünge der Gestalttheorie – Leben und Erlebnis ................................ 37 Das Konzept der „Gestalt“ .......................................................................... 44 Felix Krueger und die „Ganzheitspsychologie“ ........................................ 46 Ipsens ganzheitliche Schriften ...................................................................... 53 Die Quellen ........................................................................................... 53 Die „Herrschaft“ der Strukturen – Das Sandersche Parallelogramm ..................................................................................... 56 Ordnung und Gemeinschaft – Zur Theorie des Erkennens........... 60 Weitere Arbeiten – organische Ganzheit und die „Geschichtlichkeit“ als teleologischer Leitfaden ............................................................................................. 69 Einleitung ....................................................................................................... 69 Das Organische – „zurück zu Goethe“ ...................................................... 70 Der Kampf der Systeme in der Geschichte – Hegels Idealismus als völkische Antipode gegen „westlichen“ Positivismus ......................... 73 Die Sprache – Trennlinie des „Eigenen“ und des „Fremden“ .................................. 83 Einleitung ....................................................................................................... 83 Die Theorie der Entzifferung ...................................................................... 88 Sprachwissenschaftliche und sprachphilosophische Arbeiten ................. 92 Sprache als „Gestalt“ und Topos für die Volksgemeinschaft .................. 96 Arbeit am Soziologischen Institut Hans Freyers 1925-1933 .................................... 103 Einleitung ..................................................................................................... 103 10 Zur Rolle Hans Freyers ............................................................................... 105 Ipsens Wendung zur Realsoziologie als interdisziplinäre Synthese: Die Dorfwochen ........................................................................ 109 Die Soziologie des Volkstums als Antwort auf die moderne Gesellschaft .................................................................................................. 121 Revisionistische Ambitionen – Der Blick nach Osteuropa .................... 126 Die Lösung der Agrarkrise? - Das Reichserbhofgesetz (REG) ............. 130 Resümee – Interdisziplinarität und „Realsoziologie“ als Grundlagen Nationalsozialistischer Sozialtechnik ............................................... 133 Literaturverzeichnis...

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