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To and fro in shadow – by way of neither

Grundlegung der literarischen Hermeneutik am Beispiel der Werke Samuel Becketts

Stefan Schenk-Haupt

Noch immer umgibt Samuel Becketts Werke der Nimbus des Rätselhaften – trotz aller Bemühungen der Literaturkritik, auch im Rahmen der Neuen Literaturtheorien. Dem entgegen, unternimmt die Studie erstmals eine hermeneutische Untersuchung der Texte. Sie setzt voraus, Beckett habe dem Leser alle zu ihrem Verständnis notwendigen Mittel an die Hand gegeben: zwar nicht in einem Text allein, wohl aber in der internen Dialogizität der Texte untereinander. Die Studie entwickelt hierfür einen eigenen Interpretationsansatz, der die historischen Voraussetzungen der Hermeneutik sowie die produktive Abgrenzung zum Poststrukturalismus verarbeitet. In der hermeneutischen Anwendung zeigen sich überraschend konsistente Motivstrukturen und Aussagemomente, und Becketts Schaffen erweist sich als ein geschlossenes literarisches System, welches seine eigenen Möglichkeiten konstruktiv im Ausschlußprozeß des ‘weder … noch’ erschöpft.

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Inhaltsverzeichnis

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Siglen und Diakritika .............................................................................................. 12 Teil I ....................................................................................................................... 15 Eine hermeneutische Untersuchung der Werke Samuel Becketts .......................... 15 1. Gegenstand und Aufbau der Untersuchung ........................................................ 15 2. Neither und die vegetative Einheit der Werke Becketts ..................................... 20 3. Zur Begründung des hermeneutischen Ansatzes ................................................ 30 4. Zum Forschungsstand ......................................................................................... 35 Teil II ...................................................................................................................... 45 Die Allgemeine Hermeneutik als Grundlegung der Literaturwissenschaft ........... 45 1. Zum Hermeneutikbegriff .................................................................................... 46 2. Zur Vorgeschichte der Hermeneutik .................................................................. 47 3. Schleiermachers Hermeneutik ............................................................................ 54 3.1 Zur Manuskriptlage .......................................................................................... 55 3.2 Zum Status der Hermeneutik bei Schleiermacher .................................... 58 3.3 Schleiermachers Prämisse: Die Einheit von Sprechen und Denken ........ 59 3.4 Definition der Hermeneutik bei Schleiermacher ..................................... 61 3.5 Verstehen als Konstruktion ...................................................................... 63 3.6 Die strenge Praxis: Der Ausschluß des Mißverstehens ........................... 66 3.7 Der Verstehensakt: Divination und Komparation .................................... 67 3.8 Das Problem des hermeneutischen Zirkels bei Schleiermacher .............. 70 3.9 Methodenlehre: grammatische und psychologische Interpretation ......... 73 3.10 Leistungen und Desiderate der Hermeneutik Schleiermachers ............. 83 4. Die philosophische Hermeneutik nach Schleiermacher ..................................... 86 4.1 Wilhelm Diltheys historische Hermeneutik ............................................. 87 4.2 Martin Heideggers Einbindung der Hermeneutik in die Ontologie ......... 98 4.3 Hans-Georg Gadamer und die philosophische Hermeneutik ................. 110 4.4 Dilthey, Heidegger, Gadamer und die allgemeine Texthermeneutik .... 122 10 5. Ricœur und die Rephilologisierung der Hermeneutik ...................................... 128 6. Die Hermeneutik im Spannungsfeld der modernen Literaturtheorien ............. 140 7. Analyse dreier hermeneutischer Studien zu Endgame ..................................... 146 7.1 Adornos ideologiekritische Herangehensweise an Endspiel ................. 147 7.2 Oevermanns Endspiel-Analyse als ‚objektive Interpretation‘ ............... 152 7.3 Königs tiefenhermeneutische Rekonstruktion des Endspiels ................ 157 7.4 Vergleich der Interpretationen und Resümee ......................................... 161 8. Entwurf der Hermeneutik als Methodologie der Wissenschaft...

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