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Sprechen und Vortragen lernen im Fremdsprachenunterricht

Interpretativ, kreativ und ganzheitlich mit Gedichten

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Anke Stöver-Blahak

In dieser empirischen Arbeit geht es um die Evaluierung von Methoden der Ästhetischen Kommunikation im Fremdsprachenunterricht. Konkret untersucht wird die Entwicklung der Sprech- und Vortragskompetenz von sieben Probandinnen und Probanden eines Sprachkurses Deutsch als Fremdsprache, die sie während eines Semesters entwickeln, während sie die Sprechfassung eines Gedichtes erarbeiten. Das Forschungsprojekt folgt dabei einem qualitativen Ansatz und ist dem Bereich der action research zuzuordnen. Im Ergebnis kann die Autorin deutliche Entwicklungen der individuellen Sprech- und Vortragskompetenzen nachweisen. Sie zeigt somit, dass kreative, ganzheitliche Methoden der ästhetischen Kommunikation sinnvoll im Fremdsprachenunterricht einzusetzen sind und der Referenzrahmen in diesem Bereich ausdifferenziert werden könnte.

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2 Sprech- und Vortragskompetenzen und ihre Förderung

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Sprech- und Vortragskompetenzen werden als Schlüsselkompetenzen von einem Studenten heute ganz selbstverständlich erwartet. Was aber bedeutet das genau? Eine deutliche, korrekte Aussprache ist sicher ein wichtiger Faktor, aber wenn jemand zwar deutlich und korrekt spricht, aber viel zu leise, zu schnell, nicht dem Publikum zugewandt, vielleicht leiernd oder der Situation, dem Thema un- angemessen fröhlich oder stockend, ängstlich – dann hilft die deutliche, korrekte Aussprache nicht (viel): Die Kommunikation mit dem Publikum misslingt, der Vortragende scheitert. In diesem Kapitel soll präzisiert werden, was genau der Unterrichts- und Forschungsgegenstand ist und wie und auf welcher Grundlage er bearbei- tet/gelernt werden soll. Dazu wird zunächst der Begriff ´Kompetenz` als Zielka- tegorie dieses Projektes definiert. Kompetenzen sind Fähigkeiten und Disposi- tionen, die nach Bedarf von einem Subjekt situationsbezogen immer wieder neu zusammengesetzt werden. Sie können aus unterschiedlichen Teilkompetenzen bestehen (Abschnitt 2.1). Dann werden einzelne ausgewählte grundlegende Aspekte des Sprechens und Vortragens (Teilkompetenzen) behandelt, die die Basis des Vorgangs darstel- len – immer unter dem Blickwinkel der Brauchbarkeit für unseren Zusammen- hang (Abschnitt 2.2). Darauf folgend wird das sequenzielle Sprachproduktions- modell vorgestellt, das dieser Arbeit zugrunde liegen soll. Der Komplex wird erweitert durch die Fragestellungen „Was passiert, wenn man in einer Fremd- sprache spricht?“; „Was muss beim Sprechen und Vortragen zusätzlich zu dem Sprachproduktionsvorgang noch beachtet werden?“ und noch weiter: „Wie kön- nen Gesten in den Produktionsvorgang integriert werden?“ Auch zu diesen As- pekten werden Modelle gezeigt (Abschnitt 2.3). In allen Darstellungen wird von der...

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