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Modernhebräisch und Deutsch

Kontrastive Analyse der Prosodie in interkulturellen Kommunikationssituationen

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Marit Fiedler

Modernhebräisch und Deutsch wurden bislang in keiner Studie kontrastiv analysiert: und das, obwohl die Länder, in denen diese Sprachen gesprochen werden – Israel und Deutschland –, durch eine tragische, aber auch fruchtbringende Vergangenheit miteinander verbunden sind. Ziel der Arbeit war es daher, erstens das Modernhebräische soziolinguistisch, genetisch und typologisch zu beschreiben. Zweitens galt es, die prosodischen Merkmale dieser Sprache im Vergleich zum Deutschen zu erörtern. Schließlich wurden drittens empirisch die prosodischen Auffälligkeiten modernhebräischer Muttersprachler im Deutschen analysiert. Methodisch lag dabei der Schwerpunkt auf auditiven Analysen sowie auf Methoden der Feldforschung, der Soziolinguistik und der Gesprächsanalyse.

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2 Interkulturelle Kommunikation

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Im Verlauf des zweiten Kapitels werden verschiedene wissenschaftliche Heran­ gehensweisen zum Thema der interkulturellen Kommunikation diskutiert. Dabei ist der aktuelle Forschungsstand (2.1) von vordergründigem Interesse und bildet die Basis der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Im Anschluss daran gilt es den in einer Vielzahl von Publikationen beschriebenen Komplex der Probleme und Schwierigkeiten interkultureller Kontaktsituationen (2.2) darzustellen. A b­ schließend werden Studien zur interkulturellen Kommunikation zwischen Israel und Deutschland und zum Vergleich der Sprachen Modernhebräisch und Deutsch (2.3), sofern vorhanden, vorgestellt. 2.1 Forschungsstand In einer zunehmend globalisierten Welt, die geprägt ist durch vielfältige gesell­ schaftliche, soziale und individuelle Veränderungen in kürzester Zeit, etablierte sich das Interesse wissenschaftlicher Forschungen, sich mit interkulturellen Kommunikationsprozessen auseinanderzusetzen. Der Gegenstand an sich ist nicht neu, sondern interkulturelle Kommunikation existiert seitdem Menschen unterschiedlicher Kulturen in unterschiedlichen Situationen (Handel, Krieg, M i­ gration usw.) sich begegnen (Hinnenkamp 1995, 1; Samovar/Porter 1991, 1). Neu war jedoch die systematische Analyse interkultureller Kontaktsituationen und Interaktionen. Dies geschah vor allem vor dem Hintergrund zunehmender Migrationsbewegungen, der stärkeren Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und auch Privatpersonen im globalen Kontext, was insbesondere durch die Verbesserung der Telekommunikation und der rasanten Etablierung des In­ ternets forciert wurde. Es besteht heute zumindest theoretisch die Möglichkeit, jeden überall zu erreichen, interkulturelle Kontakte können an allen Orten der Erde statt finden. A uf dieser Grundlage ist es nicht verwunderlich, dass die Forschungen zur inter­ kulturellen Kommunikation mit der Intensivierung der eben beschriebenen Pro­ zesse proportional anstiegen und mittlerweile einen Punkt erreicht...

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