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Modernhebräisch und Deutsch

Kontrastive Analyse der Prosodie in interkulturellen Kommunikationssituationen

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Marit Fiedler

Modernhebräisch und Deutsch wurden bislang in keiner Studie kontrastiv analysiert: und das, obwohl die Länder, in denen diese Sprachen gesprochen werden – Israel und Deutschland –, durch eine tragische, aber auch fruchtbringende Vergangenheit miteinander verbunden sind. Ziel der Arbeit war es daher, erstens das Modernhebräische soziolinguistisch, genetisch und typologisch zu beschreiben. Zweitens galt es, die prosodischen Merkmale dieser Sprache im Vergleich zum Deutschen zu erörtern. Schließlich wurden drittens empirisch die prosodischen Auffälligkeiten modernhebräischer Muttersprachler im Deutschen analysiert. Methodisch lag dabei der Schwerpunkt auf auditiven Analysen sowie auf Methoden der Feldforschung, der Soziolinguistik und der Gesprächsanalyse.

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7 Fazitund Ausblick

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7.1 Fazit Ausgehend von einer Darstellung der interkulturellen Kommunikation als über­ geordneter Forschungskomplex (2. Kapitel), in den sich die vorliegende kontras- tiv-prosodische Grundlagenstudie eingliedern lässt, bilden zwei Hauptgegen­ stände das Zentrum dieser Arbeit: die theoretische Analyse der phonetischen ins­ besondere der prosodischen Merkmale des Modernhebräischen (5. Kapitel) und darauf aufbauend eine empirische Untersuchung der prosodischen Auffälligkei­ ten modernhebräischer Muttersprachler im Deutschen (6. Kapitel). Mit Hilfe der theoretischen Analyse der linguistischen Besonderheiten des Modernhebräi­ schen im Bereich Prosodie werden Hypothesen für den empirischen Teil gene­ riert und damit verbundene sprachsystematisch bedingte Interferenzen aufge­ deckt. Durch die gegenseitige Bezugnahme von Theorie und Empirie, die in ih ­ rem Verhältnis spannungsgeladen sind und die eine Vielzahl divergierender Be- schreibungs- und Untersuchungsebenen aufweisen (Stock 1999, 49 f.), gelingt im fünften Kapitel eine Verifizierung der im Theorieteil entwickelten Hypothe­ sen. Die Sprechwissenschaft gilt sowohl als Grundlagenwissenschaft (Glück 2010, 663 f.) als auch als anwendungsbezogene Wissenschaft und kann mit H il­ fe von Theoriebildung und Datenerhebung samt empirischer Analysen sowie ei­ nem interdisziplinären Arbeitsansatz ihr Gewicht innerhalb der Forschungs- und Wissenschaftslandschaft verstärken. Dazu leistet diese Studie ihren Beitrag. Der Aspekt der Interdisziplinarität spielt in der vorliegenden Studie in allen Ka­ piteln eine entscheidende Rolle. Zur prosodischen Begriffsdefinition werden bei­ spielsweise gesprächslinguistische und psychologische Studien parallel zu den sprechwissenschaftlichen einbezogen (4. Kapitel). Darüber hinaus sind eine Vielzahl prosodischer Darstellungen des Modernhebräischen durch autosegmen- tal-metrische Phonologietheorien oder die Optimalitätstheorie bestimmt (5. Ka...

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