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Kinder- und Jugendliteratur in Medienkontexten

Adaption – Hybridisierung – Intermedialität – Konvergenz

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Edited By Gina Weinkauff, Ute Dettmar, Thomas Möbius and Ingrid Tomkowiak

TV-Serien, Filme und Computerspieladaptionen gehören ebenso wie Smartphones und Tablet-Computer heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Mit der Ausdifferenzierung der Medien wandeln sich kinder- und jugendliterarische Formen und Themen. Texte werden im Verbund produziert und vermarktet und im Medienzusammenhang rezipiert. Die Grenzen zwischen Produktion und Rezeption, aber auch zwischen den Medien werden offener. So werden kinder- und jugendliterarische Stoffe häufig medienübergreifend entwickelt. Nicht zuletzt zeigen sich die Austauschprozesse in vielfältigen intertextuellen Bezügen, in denen die Kinder- und Jugendliteratur auf andere Medien verweist. Die Beiträge des vorliegenden Bandes beleuchten die skizzierten Phänomene mit ihren ökonomischen, ästhetischen, individuellen und didaktischen Aspekten und Konsequenzen. Dabei werden sowohl historische Entwicklungen als auch aktuelle Perspektiven betrachtet.

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„… die Wunder werden nur vollbracht, von dem, der sich nicht wundert!“ – Graphic Novel-Adaptionen von erfolgreichen und kanonisierten Kinderbüchern (Felix Giesa)

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„… die Wunder werden nur vollbracht, von dem, der sich nicht wundert!“ – Graphic Novel-Adaptionen von erfolgreichen und kanonisierten Kinderbüchern Felix Giesa   Comic-Adaptionen etablierter Texte bilden im Kinderbuchangebot der zurück- liegenden fünf Jahre eine feste Größe.18 Bei genauerer Betrachtung ist dieser Trend aber gar nicht so neu, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Bereits in den 1940er Jahren wurde in Amerika mit den Classic Illustrated eine Heftchen- reihe ins Leben gerufen, mit dem Zweck, Weltliteratur als Comic einfach und schnell rezipierbar an die Leserschaft zu bringen. Die Reihe erschien dann auch von den 1950er Jahren an recht erfolgreich in Deutschland.19 Offensichtlich ver- folgte man neben den rein ökonomischen Zielen auch didaktische – man könnte die Hefte der Reihe in ihrer Gesamtheit als ein, wenn auch recht schlichtes, Lite- raturkompendium begreifen. Die Beziehungen zwischen Comics und Literatur ließen sich noch weiter bis zu den Anfängen der Comics in den Zeitungen zu- rückverfolgen. Doch soll es hier bei diesem prominenten Beispiel bleiben und im Folgenden knapp die Bedeutung von Comics im aktuellen (populären) kin- der- und jugendliterarischen Medienverbund angesprochen werden. Comic, Graphic Novel, Manga Nachdem Mitte der 1990er Jahre mit dem Manga die japanische Spielart der Comics in den westlichen Ländern zunehmend in Erscheinung getreten war, etablierte sich unter Bezeichnung Graphic Novel ab Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts ein weiteres Subgenre der grafischen Literatur. Fällt die Beschreibung von Bildgeschichten als Manga noch relativ leicht – etwa durch das kleine Taschenbuchformat oder...

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