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Kinder- und Jugendliteratur in Medienkontexten

Adaption – Hybridisierung – Intermedialität – Konvergenz

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Gina Weinkauff, Ute Dettmar, Thomas Möbius and Ingrid Tomkowiak

TV-Serien, Filme und Computerspieladaptionen gehören ebenso wie Smartphones und Tablet-Computer heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Mit der Ausdifferenzierung der Medien wandeln sich kinder- und jugendliterarische Formen und Themen. Texte werden im Verbund produziert und vermarktet und im Medienzusammenhang rezipiert. Die Grenzen zwischen Produktion und Rezeption, aber auch zwischen den Medien werden offener. So werden kinder- und jugendliterarische Stoffe häufig medienübergreifend entwickelt. Nicht zuletzt zeigen sich die Austauschprozesse in vielfältigen intertextuellen Bezügen, in denen die Kinder- und Jugendliteratur auf andere Medien verweist. Die Beiträge des vorliegenden Bandes beleuchten die skizzierten Phänomene mit ihren ökonomischen, ästhetischen, individuellen und didaktischen Aspekten und Konsequenzen. Dabei werden sowohl historische Entwicklungen als auch aktuelle Perspektiven betrachtet.

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Das Sams. Betrachtung eines prominenten kinderliterarischen Medienverbundes und seiner Rezeption in der Fachöffentlichkeit (Gina Weinkauff)

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Das Sams. Betrachtung eines prominenten kinder- literarischen Medienverbundes und seiner Rezeption in der Fachöffentlichkeit Gina Weinkauff Paul Maar, der „multimediale Geschichtenerzähler“84 Schon immer haben Autoren die unterschiedlichen Möglichkeiten genutzt, die ihnen für ihre schriftstellerische Arbeit zur Verfügung standen. Ein Autor des 18. und 19. Jahrhunderts wie Goethe hatte die Wahl unter dreien: Er konnte ein Buch schreiben, ein Bühnenstück entwickeln und das Libretto zu einer Oper oder einem Singspiel verfassen. Im ersten Fall brauchte er zur Realisierung seines Vorhabens nur das Wohlwollen eines Verlegers. Um eines seiner Dramen auf die Bühne zu bringen, war er schon auf die Mit- hilfe des Schauspielers und des Bühnenbildners angewiesen, wobei er selbst oft die Rolle des Regisseurs übernahm. Beim Singspiel (etwa: ‚Die Laune des Verliebten’) mußte er sich zusätzlich auf die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit einem Kom- ponisten einlassen. Für den Autor des 20. Jahrhunderts haben sich die Möglichkeiten erweitert. Er ist in der Lage im Hörspiel zusätzlich zur Sprache mit Klängen, Geräuschen, Stim- men und Tonräumen experimentieren zu können, beim Film wird er mehr in Bildern und Bildfolgen als in Dialogsätzen denken und wissen, dass der Schnitt eine genau so große Rolle spielt wie die Kunst der Schauspieler, bei der CD-Rom schließlich tritt er in Interaktion mit deren zukünftigen Benutzern. Jede dieser überlieferten oder neuen Möglichkeiten, sich kreativ auszudrücken, ist für ihn reizvoll und fordert ihn...

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