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Kinder- und Jugendliteratur in Medienkontexten

Adaption – Hybridisierung – Intermedialität – Konvergenz

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Gina Weinkauff, Ute Dettmar, Thomas Möbius and Ingrid Tomkowiak

TV-Serien, Filme und Computerspieladaptionen gehören ebenso wie Smartphones und Tablet-Computer heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Mit der Ausdifferenzierung der Medien wandeln sich kinder- und jugendliterarische Formen und Themen. Texte werden im Verbund produziert und vermarktet und im Medienzusammenhang rezipiert. Die Grenzen zwischen Produktion und Rezeption, aber auch zwischen den Medien werden offener. So werden kinder- und jugendliterarische Stoffe häufig medienübergreifend entwickelt. Nicht zuletzt zeigen sich die Austauschprozesse in vielfältigen intertextuellen Bezügen, in denen die Kinder- und Jugendliteratur auf andere Medien verweist. Die Beiträge des vorliegenden Bandes beleuchten die skizzierten Phänomene mit ihren ökonomischen, ästhetischen, individuellen und didaktischen Aspekten und Konsequenzen. Dabei werden sowohl historische Entwicklungen als auch aktuelle Perspektiven betrachtet.

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Boys’ Love im Medienverbund: Maki Murakamis Manga-Serie Gravitation und ihre Transformationen in Anime, Light Novel und Hörspiel (Kristin Eckstein)

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Boys’ Love im Medienverbund: Maki Murakamis Manga-Serie Gravitation und ihre Transformationen in Anime, Light Novel und Hörspiel Kristin Eckstein Der (inter)nationale Erfolg japanischer popkultureller Medien und insbesondere des Manga ist eng verknüpft mit seiner breiten crossmedialen Vermarktung. Das wohl populärste Beispiel für den immensen Einfluss des japanischen Medien- verbundes ist das Franchise Pocket Monster (international Pokémon), dessen diverse Medien, Adaptionen und Produkte auch gegenwärtig noch immer hohe Popularität unter Kindern und Jugendlichen genießen. So umfasst die TV-Serie bereits über 700 Episoden, es gibt 16 Kinofilme und im Herbst 2013 erschienen jüngst zwei neue Videospiele; nach wie vor erscheinen Trading Cards, Kuschel- tiere, Action- und Sammelfiguren, Comics, Kalender und Unzähliges mehr. Solche Formen der „crossmediale[n] Vermarktung“ (Josting 2011, S. 391) beschränken sich nicht nur auf Phänomene für ein primär kindliches Zielpublikum, sondern lassen sich ebenso häufig und expandiert im Bereich der shônen manga und shôjo manga89 auffinden und bestimmen den Markt für kommerzielle japanische Comics und Animationsserien. Dolle-Weinkauff schreibt, dass das „populärkulturelle[...] Medienverbundsystem“ in Japan zwar „in seiner Funktion und Wirkungsweise auf die gleichen Vermarktungsstrategien und Synergieeffekte abgestellt ist, wie die in der westlichen Welt vorherrschenden Verbundsysteme“ – und dies spiegelt sich in den merkantilen Strukturen und Vermarktungsstrategien des Pokémon- Franchise. Es unterscheide sich in „seiner konkreten Gestalt“ allerdings eklatant von diesen, da der Manga besonders häufig das Ausgangsmedium des entsprechenden Verbundes darstellt (Dolle-Weinkauff 2012, S. 80). Das umfangreiche...

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