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Kinder- und Jugendliteratur in Medienkontexten

Adaption – Hybridisierung – Intermedialität – Konvergenz

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Gina Weinkauff, Ute Dettmar, Thomas Möbius and Ingrid Tomkowiak

TV-Serien, Filme und Computerspieladaptionen gehören ebenso wie Smartphones und Tablet-Computer heute zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Mit der Ausdifferenzierung der Medien wandeln sich kinder- und jugendliterarische Formen und Themen. Texte werden im Verbund produziert und vermarktet und im Medienzusammenhang rezipiert. Die Grenzen zwischen Produktion und Rezeption, aber auch zwischen den Medien werden offener. So werden kinder- und jugendliterarische Stoffe häufig medienübergreifend entwickelt. Nicht zuletzt zeigen sich die Austauschprozesse in vielfältigen intertextuellen Bezügen, in denen die Kinder- und Jugendliteratur auf andere Medien verweist. Die Beiträge des vorliegenden Bandes beleuchten die skizzierten Phänomene mit ihren ökonomischen, ästhetischen, individuellen und didaktischen Aspekten und Konsequenzen. Dabei werden sowohl historische Entwicklungen als auch aktuelle Perspektiven betrachtet.

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Formen und Funktionen von Anschlusskommunikation im Internet – eine empirische Erkundung des Tribute von Panem-Forums (Birgit Schlachter)

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Formen und Funktionen von Anschlusskommunikation im Internet – eine empirische Erkundung des Tribute von Panem-Forums Birgit Schlachter Jugendromane sind heute oft in großen Medienverbünden verankert und werden zeitgleich, oder spätestens wenn sich kommerzieller Erfolg einstellt, auch als Film, als Hörbuch, als E-Book, als Comic oder als Computerspiel mehrfachver- wertet. Flankiert wird diese mediale Mehrfachverwertung der Inhalte durch großangelegte PR-Aktionen und durch den Verkauf von Merchandising-Artikeln in jeder nur denkbaren Form. Wesentlicher Bestandteil der Medienverbünde und dieser Vermarktungsstrategie sind Webseiten, die ein breites Angebot für ihre Nutzer bereitstellen und auf denen sich eine vielgestaltige, produktive An- schlusskommunikation etabliert hat. Jugendliche und junge Erwachsene tau- schen sich hier auf Foren über die Romane aus, veröffentlichen Fanfiction und Fanart, treten virtuell als Cosplayer auf, schreiben Rezensionen über die Ro- mane oder unterhalten Wikis und Blogs. Das Internet eröffnet für Anschlusskommunikationshandlungen, die im vor- digitalen Zeitalter in der Regel auf die Face-to-Face-Kommunikation im unmit- telbaren persönlichen Umfeld beschränkt waren, neue Kommunikations- und Handlungsräume, die von der Forschung noch wenig erschlossen sind. In den Foren steht ein nahezu unerschöpfliches Reservoir an Anschlusskommuni- kationsbeiträgen zur Verfügung, die Einblicke in das Lese- und Medienverhalten Jugendlicher geben. Ziel des vorliegenden Artikels ist es, am Beispiel des Forums, das der Oetinger-Verlag zum Jugendroman Die Tribute von Panem betreibt, auf empiri- scher Basis unterschiedliche Formen und Funktionen von Anschlusskommuni- kation im Internet zu bestimmen. In Zusammenhang mit dieser Fragestellung werden erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes zur...

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