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Schwierige Dreierbeziehung

Österreich und die beiden deutschen Staaten

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Edited By Jochen Staadt

Drei Nachfolgestaaten gingen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus Hitlers Großdeutschland hervor. Das Verhältnis zwischen ihnen blieb bis zur deutschen Wiedervereinigung eine schwierige Dreierbeziehung. Die Republik Österreich und die Bundesrepublik Deutschland waren auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet über alle Jahre aufs engste miteinander verbunden. Der DDR gelang es erst in den frühen siebziger Jahren, die lange erwünschten zwischenstaatlichen Beziehungen zu Österreich herzustellen und ihre Wirtschaftsbeziehungen zu der Alpenrepublik mit erheblichem Erfolg auszubauen. Die Beiträge in diesem Band widmen sich auf unterschiedlichen Feldern dem besonderen Verhältnis zwischen Österreich und den beiden deutschen Staaten.

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Einführung

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von Jochen Staadt Drei Nachfolgestaaten gingen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus Hit- lers Großdeutschland hervor. Das Verhältnis zwischen ihnen blieb bis zur deut- schen Wiedervereinigung eine schwierige Dreierbeziehung. Die Republik Öster- reich und die Bundesrepublik Deutschland waren auf politischem, wirtschaftli- chem und kulturellem Gebiet über alle Jahre aufs engste miteinander verbunden. Der DDR gelang es erst in den frühen siebziger Jahren, die lange erwünschten zwischenstaatlichen Beziehungen zu Österreich herzustellen und ihre Wirt- schaftsbeziehungen zu der Alpenrepublik mit erheblichem Erfolg auszubauen. In den achtziger Jahren gewannen österreichische Bank- und Handelspartner für die schwächelnde DDR-Wirtschaft immer größere Bedeutung. Das galt neben den vertraglich geregelten gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen auch für ver- deckte Handelsgeschäfte mit Waren, die unter das Embargo des westlichen Mili- tärbündnisses fielen, sowie für den ausgedehnten Waffenhandel der DDR mit Staaten der Dritten Welt. Der sogenannte „spezielle DDR-Außenhandel“, für den Alexander Schalck-Golodkowski verantwortlich war, bezog über österrei- chische Firmen auch westdeutsche Unternehmen in seine Geschäfte mit Militär- gütern aller Art ein. Die Beiträge zu diesem Buch widmen sich auf unterschiedlichen Feldern dem besonderen Verhältnis zwischen Österreich und den beiden deutschen Staa- ten. Maximilian Graf untersucht die Wahrnehmung der DDR durch österreichi- sche Diplomaten in der Zeit zwischen 1949 und 1972 und leistet damit, ausge- hend von den Quellen des österreichischen Außenministeriums, einen wichtigen Beitrag zur Perzeptionsforschung. Enrico Seewald schildert die Tätigkeit der österreichischen Botschaft in Ost-Berlin während der...

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